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Seuchenschutz
Kreis untersucht Wildschweine weiter kostenlos

Erlegte Schweine, die gegessen werden sollen, müssen untersucht werden.
Erlegte Schweine, die gegessen werden sollen, müssen untersucht werden. © Foto: dpa/Patrick Pleul
Tilman Trebs / 11.07.2018, 16:19 Uhr
Oberhavel (MOZ) Der Landkreis Oberhavel verzichtetet auch in den kommenden Monaten auf die Gebühr für die Trichinenuntersuchung erlegter Wildschweine. Das teilte Umweltdezernent Egmont Hamelow (CDU) am Mittwoch in Oranienburg mit. Damit wolle die Kreisverwaltung ihren Beitrag zur Verhinderung der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest leisten, die bislang in Osteuropa grassiert.

Die Trichinenuntersuchung ist zwingend für erlegte Wildschweine vorgeschrieben, die für den menschlichen Verzehr vorgesehen sind. Normalerweise verlangt das Veterinäramt für diese Untersuchung eine Gebühr. Oberhavel hatte sie bereits Anfang Februar dieses Jahres ausgesetzt und laut Hamelow damit gute Erfahrungen gemacht. „Trotz schlechterer Absatzbedingungen verzeichnen wir im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der Probenzahlen um 63 Prozent“, erklärte der Dezernent. Deshalb werde der Landkreis vorerst bis Ende Januar 2019 die Kosten für die Untersuchungen weiterhin übernehmen. Voraussetzung ist, dass die Wildschweine im Landkreis Oberhavel erlegt und vom hiesigen Veterinäramt untersucht wurden. Der Herkunftsnachweis erfolge durch die Angabe des Jagdgebietes auf dem Wildursprungsschein.

Bei der Afrikanischen Schweinepest handelt es sich um eine für Haus- und Wildschweine hochansteckende und in der Regel tödlich verlaufende Viruserkrankung. Hohe Bestände bergen ein größeres Ansteckungsrisiko der Wildschweine untereinander, so die Veterinärbehörde. Durch eine drastische Bestandsreduzierung beim Schwarzwild soll das Risiko einer Infektion der Schwarzwildpopulation mit dem Virus der Afrikanischen Schweinepest gemindert werden. Amtsarzt Christian Schulze wies darauf hin, dass die afrikanische Schweinepest nach derzeitigem Stand der Wissenschaft für den Menschen keine Gefahr darstellt.

Hamelow rief die Jäger im Landkreis auf, Blutproben von erlegtem, verendetem oder durch Unfälle ums Leben gekommenem Schwarzwild beim Veterinäramt einzureichen. Verendete Wildschweine seien der Behörde unverzüglich mitzuteilen.

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