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Tradition
Das Drescherfest ist gerettet

Hahn im Korb: Helmut Glanzer, der das Fest vor 22 Jahren ins Leben rief, mit Erntekönigin Lara Volgnandt (links) und Alice Paul-Lunow, die das Fest dieses Jahr mit organisiert hat.
Hahn im Korb: Helmut Glanzer, der das Fest vor 22 Jahren ins Leben rief, mit Erntekönigin Lara Volgnandt (links) und Alice Paul-Lunow, die das Fest dieses Jahr mit organisiert hat. © Foto: Wiebke Wollek
Wiebke Wollek / 13.08.2018, 14:41 Uhr
Staffelde Gleich zwei Anlässe zum Feiern gab es für die Einwohner von Staffelde am Sonntag: Das 660-jährige Bestehen ihres Dorfes und das Drescherfest, das knapp vor dem endgültigen Aus gerettet werden konnte. Erstmals ist die Feier von Dietmar Sturzbecher, Gesellschafter der IPV GmbH (Institut für Prävention und Verkehrssicherheit), und seinen Töchtern Alice Paul-Lunow und Bianca Bredow ausgerichtet worden. Die Familie betreibt auch den Alten Dorfkrug in Staffelde, der sich ab sofort als neuer Veranstaltungsort für das Drescherfest etablieren soll.

Gerade für die Ackerbürgerstadt Kremmen mit seinen Ortsteilen hat die Landwirtschaft einen besonderen historischen Stellenwert. Dietmar Sturzbecher selbst ist auf einem Bauernhof in Vehlefanz aufgewachsen. Mit der Gründung eines Vereins soll nun das Fortbestehen des Drescherfestes jedes Jahr am zweiten Sonntag im August gesichert werden. „Es ist uns wichtig, die Tradition zu bewahren und den nachfolgenden Generationen einen Einblick in die Erntearbeit von damals zu geben“, erklärte Alice Paul-Lunow.

21 Jahre lang hatte der ehemalige Ortsvorsteher Helmut Glanzer das Drescherfest auf dem Hof seines Gasthauses Zur Tenne veranstaltet. Die Inspiration dazu hatte der von einem Familienbesuch in Rheinland-Pfalz Mitte der 1990er-Jahre mitgebracht. Stolz zeigte Glanzer am Sonntag seinen historischen Drescherkasten von 1949 und einen Deutz-Traktor mit elf Pferdestärken, der sogar noch zehn Jahre älter ist. In Schauvorführungen erfuhren die Besucher, wie damals das im Sommer geerntete Getreide im Winter gedroschen wurde. „Heute erledigt eine einzige Landmaschine das Mähen und Dreschen“, erklärte Ortsvorsteher Heino Hornemann.

Neben dem Schaudreschen gab es weitere Angebote, wie Bastelaktionen für Kinder, die den Nachwuchs an das Thema Landwirtschaft heranführen sollten. Fahrten auf der historischen Postkutsche wurden angeboten. Außerdem sorgte die Line-Dance-Gruppe des Kremmener Jugendclubs mit ihrem Auftritt für gute Stimmung. Die Sänger des Goldkehlchen-Chors gaben ebenfalls ihr Bestes. DJ Maurice aus Flatow kümmerte sich zwischen den Auftritten um die musikalische Untermalung des zünftigen Festes. Und zur Eröffnung durfte Kremmens neue Erntekönigin Lara Volgnandt stolz die Erntekrone hissen.

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