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Unterricht
Mit Yoga den Alltagsstress hinter sich lassen

Yoga-Lehrerin Marion Voigt (Mitte) im Kreise eines ihrer Kurse: Am Ende können die Teilnehmer gut lachen, weil sie den Alltagsstress einfach zurücklassen.
Yoga-Lehrerin Marion Voigt (Mitte) im Kreise eines ihrer Kurse: Am Ende können die Teilnehmer gut lachen, weil sie den Alltagsstress einfach zurücklassen. © Foto: Volkmar Ernst
Volkmar Ernst / 03.09.2018, 19:30 Uhr
Oranienburg (MOZ) Wer Muskeln aufbauen möchte, der braucht Hanteln und Ausdauer. Für Yoga wird eine Matte, ein Handtuch und eine Daunenfeder benötigt. Daraus nun zu schlussfolgern, Yoga sei kein Sport, ist falsch. Nach einer Stunde ist durchaus zu merken, welche Muskelgruppen angesprochen wurden. Doch der sportliche Ansatz ist ein anderer. Yoga bietet die Möglichkeit, sich auf seinen Körper zu konzentrieren, die Muskeln zu entspannen und den Alltagsstress hinter sich zu lassen – nach einem Tag im Büro vor dem Bildschirm, vor einer Schulklasse oder in einem fremden oder dem eigenen Haushalt. Sich zurücklehnen und abschalten, das geht theoretisch auch allein zu Hause oder bei Marion Voigt, die sich zu einer Yoga-Lehrerin hat ausbilden lassen und Kurse unter anderem in Oranienburg  und Velten anbietet. Drei gute Gründe gibt es, sich für einen Kurs zu entscheiden: Erstens die fachliche Anleitung, um die Übungen, vor allem aber die Atem- und Konzentrationstechniken, richtig anzuwenden. Zweitens macht Sport in einer Gruppe einfach mehr Spaß und drittens fällt es leichter, bei feststehenden Terminen den inneren Schweinehund zu überwinden, der zu Hause damit lockt, einfach nichts zu tun.

Die Yogastunde beginnt mit einer schlichten Entspannungsübung. Einfach ruhig stehen, die Augen schließen und an nichts denken. Sofort schwirren dem Anfänger vielleicht nicht tausend, so doch aber viele Gedanken durch den Kopf: die Arbeit, die Familie, was ist heute noch zu machen? Dann heißt es, die Arme langsam heben und einatmen, dann die Arme langsam nach unten absenken und dabei ausatmen. Es ist allein schon eine Kunst, in eben diesen Rhythmus zu kommen. Da hat der Anfänger im Gegensatz zu den Profis in der Runde längst schon dreimal ein- und ausgeatmet.

Dass nebenbei gleich noch Dehnübungen gemacht werden, kann der Geist da noch gar nicht verarbeiten. Muss er auch nicht, wie die Yoga-Lehrerin mit ihrer leisen und einschmeichelnden Stimme beim Gang durch die Teilnehmerreihen erklärt. Jeder macht so viel, wie er kann, wie er will. Der Körper soll durch die Übungen nicht gestresst werden, er soll entspannen. Hier heißt es nicht: Augen zu und durch! Hier gilt die Devise: Augen zu und loslassen. Wer nicht loslassen kann, kann sich nicht entspannen, wer nicht entspannen kann, kann sich nicht erholen, weder körperlich noch geistig. Doch genau darum geht es, und da kommt dann auch die Daunenfeder ins Spiel, keine echte, sondern eine imaginäre. Die Stunde ist fast zu Ende. Bei der letzten Übung liegen die Teilnehmer auf der Matte, nicht abgekämpft und ermattet, sondern entspannt. „Schließt die Augen, lasst eure Gedanken los, hebt die Arme über den Kopf und atmet ein, dann die Arme zurücklegen und ausatmen. Spürt beim Ausatmen, wie die Luft sanft durch die Nasenlöcher ausströmt und die davor liegenden Daunenfeder langsam in die Luft entschweben lässt“, wiederholt Marion Voigt stetig ihren Spruch. Und siehe da, die Feder ist zu spüren, der Kopf ist leer und der Alltagsstress vergessen. Das muss wohl Yoga sein.

Am 6. Oktober gibt es auf der Stutenmilchfarm in Bredow einen Workshop „Yoga für mich“. Anmeldungen werden unter 0172 4229214 angenommen.

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