Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Handball
Zweiter Sieg in eigener Halle

Großen Anteil am letztlich souveränen Sieg: Kapitän Robin Manderscheid (beim Wurf) und Robin Spickers bereiteten der Mannschaft von Anhalt Bernburg in den zweiten 30 Minuten große Probleme.
Großen Anteil am letztlich souveränen Sieg: Kapitän Robin Manderscheid (beim Wurf) und Robin Spickers bereiteten der Mannschaft von Anhalt Bernburg in den zweiten 30 Minuten große Probleme. © Foto: Moritz Franke
Steffen Kretschmer / 10.09.2018, 13:54 Uhr
Oranienburg (MOZ) Das nackte Endergebnis lässt einen komplett entspannten Abend des Oranienburger HC vermuten. Der 33:26-Sieg im Heimspiel der 3. Handball-Liga gegen den SV Anhalt Bernburg wurde allerdings erst nach der Pause zu einem souveränen Auftritt. Denn in den ersten 30 Minuten blieben die Gäste dran und gingen nicht unverdient mit nur einem Tor Rückstand in die Kabine.

Der gastgebende Oranienburger HC versuchte früh, das Spiel vor 778 Zuschauern an sich zu reißen. „Ich hatte schon in der ersten Halbzeit das Gefühl, dass wir die bessere Mannschaft sind“, sagte Per-Oke Kohnagel. Dass aber lediglich mit einer 15:14-Führung die Seiten gewechselt wurden, begründet er mit „fehlender Konsequenz. Die war dann nach der Pause viel besser. Obwohl wir außerdem sehr häufig in Unterzahl spielen mussten, sind wir trotzdem geduldig geblieben. Wir haben dann genau das gemacht, was wir uns vorgenommen haben.“

Etwas mehr als zwei Minuten waren gespielt, da hatte sich der Oranienburger HC bereits auf 17:14 abgesetzt, und mit fortlaufender Spielzeit konnte dieser Vorsprung immer weiter ausgebaut werden. Großen Anteil daran, dass der zuvor noch deutlich spürbare Nervenspiel-Charakter plötzlich verflogen war, hatte Linus Dömeland. Der Linksaußen hatte in der Woche nach dem schwachen Auftritt in Rostock (17:20) eine Reaktion und damit eine klare Leistungssteigerung von sich und seiner Mannschaft eingefordert und diese auch versprochen. Mit neun Toren, davon drei Siebenmeter, hielt er Wort. „Ich bin froh, dass wir nach dem Spiel in Rostock wieder zeigen konnten, was wir können. Man kennt es auch anders von uns, dass wir es hintenraus oft spannender machen, als nötig ist. Diesmal war das zum Glück nicht so“, sagte Dömeland. Die eigene Mannschaft habe viel investiert und einen starken Gegner letztlich in die Knie gezwungen. Auch, „weil unser Torhüter Ivan Szabo uns vor allem nach der Pause einige Bälle gerettet hat. Wir konnten zudem super durchwechseln. Den Gästen sind dagegen die Kräfte ausgegangen.“ (skr)

Trainer-Stimmen

Christian Pahl, Oranienburg: „Wir hatten eine schwierige Woche nach dem absolut unterirdischen Spiel in Rostock. Da haben wir komplett als Mannschaft versagt. Da ist es nicht einfach, sich neu zu fokussieren. Natürlich merkt man bei dem einen oder anderen auch ein Stück weit Verunsicherung. Ich weiß noch nicht so richtig, wo sie herkommt, weil wir eine überragende Vorbereitung gespielt haben, und auf einmal ist das ganze Selbstverständnis abhanden gekommen. Ich denke, dass wir das gegen Bernburg ganz gut gemacht haben. Wir müssen aber schon mit einer ganz anderen Situation in die Halbzeit gehen. Wir haben dann angesprochen, dass wir noch kompakter stehen und die Mitte dicht bekommen wollen. Tobias Frank hat in der Abwehr neben Robin Manderscheid einen Mega-Job gemacht. In der zweiten Halbzeit gab es auch eine Steigerung unseres Torhüters, und dadurch bekommen wir auch Sicherheit rein.“

Martin Ostermann, Bernburg: „Die erste Halbzeit war aus unserer Sicht noch im Erträglichen. Nach der Pause gehen dann nach fünf Toren Minus-Differenz die Köpfe runter und die Körpersprache lässt nach. Das ist immer eine Katastrophe, wenn das passiert. Genau dann bekommt man solch ein Ergebnis wie jetzt gegen Oranienburg. Der OHC war über 60 Minuten ganz klar die bessere Mannschaft. Wir haben noch viel zu tun.“⇥(skr)

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG