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Landratskandidatur
SPD: Hamelow hat Vertrauen eingebüßt

Egmont Hamelow (links) muss sich nach seiner gescheiterten Bewerbung als Landrat von Ostprignitz-Ruppin unter anderem von Oberhavels SPD-Fraktionschef Andreas Noack (SPD) Kritik anhören.
Egmont Hamelow (links) muss sich nach seiner gescheiterten Bewerbung als Landrat von Ostprignitz-Ruppin unter anderem von Oberhavels SPD-Fraktionschef Andreas Noack (SPD) Kritik anhören. © Foto: MOZ/Stefan Zwahr
Burkhard Keeve / 14.09.2018, 17:37 Uhr
Oberhavel (MOZ) Die SPD Oberhavel hat das Vertrauen gegenüber Vize-Landrat Egmont Hamelow (CDU) vorerst verloren. Hintergrund ist die gescheitere Landratskandidatur des Dezernenten in Kreis Ostprignitz-Ruppin.

Wenige Wochen vor der Landratswahl am 6. September war Hamelow erneut durch den Kreistag zum ersten Beigeordneten in Oberhavel gewählt worden. „Zuerst hat er sich das Vertrauen des Oberhaveler Kreistages für die nächsten acht Jahre aussprechen lassen. Nur gut acht Wochen später hat er im nächsten Kreistag angeheuert“, so der SPD/LGU-Fraktionschef Andreas Noack am Freitag. Jetzt müsse Hamelow das ihm entgegengebrachte Vertrauen, erst einmal „wiederherstellen“, fordert Noack.

Noch viel deutlicher wird die SPD-Vorsitzende des Unterbezirks Oberhavel, Andrea Suhr. Sie weist auf das ungewöhnliche Wahlbündnis von CDU und Linke in Neuruppin hin, das die Kandidatur von Hamelow überhaupt erst ermöglichte. Eigentlich hatte der SPD-Kandidat Ralf Reinhardt beide Wahlgänge der Direktwahl deutlich gewonnen. Suhr beklagt, dass der „unmissverständliche Wählerwille bewusst ignoriert“ wurde. „Derartiges Geschacher um Posten führt zu Politikverdrossenheit und Unmut.“

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