Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Kindersport
Ehrung für die LG Oberhavel: „Abend war der Hammer“

Die Sport-Camp-Delegation: Kathrin Koczessa (Mitte) mit Jens Schwarzenberger (von links), Fachbereichsleiter an der Sportschule, Voltigiererin Charlotte Lindner, Leonie Schürer und Ilka Grundmann.
Die Sport-Camp-Delegation: Kathrin Koczessa (Mitte) mit Jens Schwarzenberger (von links), Fachbereichsleiter an der Sportschule, Voltigiererin Charlotte Lindner, Leonie Schürer und Ilka Grundmann. © Foto: privat
Stefan Zwahr / 27.09.2018, 08:52 Uhr
Oranienburg (MOZ) Kathrin Koczessa stand schon etliche Male im Rampenlicht. Als Läuferin gewann sie dutzende Pokale, triumphierte im Brandenburgcup und der EMB-Laufcup-Serie und wurde Sportlerin des Jahres. Doch was sie am Dienstagabend mitmachte, sei „die ehrenvollste Veranstaltung gewesen, die ich jemals erlebt habe“.

In ihrer Funktion als Vorsitzende der LG Oberhavel weilte die 40-Jährige in Potsdam zur Preisverleihung des Wettbewerbs „Sterne des Sports“. Es sei ein total schöner Abend im Kutschstall-Ensemble gewesen. „Alles war schön dekoriert und die Atmosphäre feierlich.“ Schon im Vorfeld sei der Kontakt mit den Vertretern von Landessportbund und Berliner Volksbank sehr persönlich gewesen. „Das war dann auch an dem Abend so. Wir fühlten uns aufgenommen und haben uns wohl gefühlt.“

Übergeben wurden die Preise im Beisein des Weltmeisters im Modernen Fünfkampf, Fabian Liebig. Die LG Oberhavel belegte mit dem „Abenteuer-Sport-Camp“ den vierten Platz (wir berichteten). Dass der erste Platz an den Reitverein Integration aus Bernau (der junge Menschen aus allen sozialen Schichten mit und ohne Handicap betreut) gehen würde, hatte Koczessa schon während der Präsentation geahnt. „Was da gemacht wird, ist eine Riesennummer. Die ganze Familie ist involviert.“

Dass es „nur“ für den vierten Platz reichte, ist für die Geschäftsführerin einer Oranienburger Spedition kein Grund zur Enttäuschung. „Unter den sechs Nominierten waren wir der  kleinste Verein und präsentierten das jüngste Projekt. Es ist toll, dass wir es geschafft haben, die Aufmerksamkeit auf dieser Ebene zu erreichen.“ Kathrin Koczessa hofft,  anderen einen Anstoß gegeben zu haben, was Vergleichbares zu machen. „Der Bedarf ist da. Wir mussten für unsere nächste Auflage Absagen erteilen.“ Vielleicht sei es perspektivisch möglich, auch mehr als 40 Kinder während einer der fünftägigen Abenteuer-Camps zu betreuen, um ihnen Einblicke in diverse Sportarten geben zu können.  Eines müsse aber immer gegeben sein: „Ich will die persönliche Bindung und den Kontakt zu allen teilnehmenden Kindern haben. Diese Basis will ich mir erhalten, um das Gespür zu haben, dass sich alle wohl fühlen und erreicht werden.“

Wenngleich sie selbst in Potsdam im Rampenlicht stand, betont die Initiatorin: „Ich habe mich als Vertreterin des Projekts und nicht als die Geehrte gesehen. Es ging mir darum, Dank und Anerkennung für die anderen mitzunehmen.“ Jeder einzelne Verein, der sich bei den bisherigen Sportcamps einbrachte, habe seinen Anteil an der Ehrung. „Ohne deren Hilfe wäre es nicht machbar. Ich muss bei keinem Verein betteln. Alle sind mit Begeisterung dabei. Und auch viele Eltern helfen im Hintergrund mit.“ In diesem Zusammenhang lobt Kathrin Koczessa auch die Zusammenarbeit mit der Sportschule Lindow. „Da sind wir immer willkommene Gäste.“

Zweiter Platz geht nach Oberhavel

Der Familien-Sport-Verein Oberhavel belegte bei der Vergabe der „Sterne des Sports“ in Bronze den zweiten Platz.

Der Verein fördert Hockey an Grundschulen und zwei weiterführenden Schulen. Seit 2014 wurden insgesamt 19 Schul-Arbeitsgemeinschaften aufgebaut

Der Vorsitzende Jens-Uwe Grande nutzte während der Preisverleihung in Potsdam die Gelegenheit, auf die Schwierigkeiten hinzuweisen, die es mit sich bringt, ein Projekt wie das Schulsport-Hockey nicht nur auf die Beine, sondern auch nachhaltig am Leben zu halten.

Wie es weiter geht, sei derzeit offen. „Wir haben das Problem, dass wir, Stand heute, das Geld aus der vergangenen Saison noch nicht haben“, so Grande.

Mehrere tausend Euro würden nach den Worten des Vorsitzenden fehlen. „Wovon sollen wir die Übungsleiter bezahlen? Mit 12,50 Euro pro Stunde ist das sowieso schon völlig unterfinanziert. Wir als Verein bekommen sowieso null Geld für das, was wir tun. All das geht zu Lasten des Ehrenamtes.“⇥(skr)

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG