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Teilerfolg
Kühe nach mehrstündiger Pirsch eingefangen

Ende der Freiheit: Vier Kühe wurden eingefangen, eine Mutterkuh ist noch in Freiheit.
Ende der Freiheit: Vier Kühe wurden eingefangen, eine Mutterkuh ist noch in Freiheit. © Foto: MOZ
Volkmar Ernst / 09.10.2018, 19:57 Uhr - Aktualisiert 09.10.2018, 19:57
Nassenheide/Grüneberg (MOZ) Nassenheide/Grüneberg. Einen ersten Teilerfolg hat Landwirt Andreas Völker am Montagnachmittag erzielt. Gemeinsam mit fünf Mitstreitern ist es ihm gelungen, vier der fünf Rinder wieder einzufangen, die ihm beim Umsetzen auf eine andere Weide Ende August ausgerissen waren. Kein leichtes Unterfangen, wie er berichtet: „Wir haben mehrere Stunden gebraucht. Zuerst mussten die Kühe gesucht und angelockt werden, um das Betäubungsgewehr überhaupt ansetzen zu können. Mehr als 20 Meter dürfen die Tiere nicht vom Schützten entfernt sein. Doch auch dann fällt die Kuh, die bis zu 600 Kilogramm auf die Waage bringen kann, nicht einfach um. Bis zu zehn Minuten können schon vergehen, und da ist eine Kuh tatsächlich in den Wald zurückgelaufen. Parallel mussten die anderen Tiere erneut angelockt werden, um den nächsten Betäubungsschuss setzen zu können. Eine weitere Schwierigkeit bestand darin, die betäubten Kühe auf den Hänger zu laden. Mit Muskelkraft alleine, selbst wenn sechs starke Männer anpacken, ist das nicht zu schaffen. Dafür mussten wir Landtechnik nutzen. Ging das auf dem Feld noch ohne große Probleme, so war es bei der Kuh, die in Richtung Wald weiterlief, noch viel umständlicher“, berichtet Völker.

Froh ist der Landwirt, dass vier Kühe nun wieder bei ihmim Stall stehen. „Sie müssen jetzt erst einmal wieder runterkommen. Denn auch für sie war das Prozedere des Einfangens Stress pur.“ Sie später wieder in die Herde einzugliedern, werde zwar Zeit brauchen, doch geht Völker davon aus, dass es gelingt.

Allerdings bleibt ihm noch immer das Problem, das letzte Tier einzufangen oder im Notfall niederstrecken zu lassen. Auch da hofft Völker, dass es am Leben bleiben kann.(veb)

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