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Bundesstraße
Qualität der neuen B 167 wird gecheckt

Blick auf das Liebenwalder Stadtzentrum: Im Sommer erhielt die Ortsdurchfahrt eine neue Tragschicht.
Blick auf das Liebenwalder Stadtzentrum: Im Sommer erhielt die Ortsdurchfahrt eine neue Tragschicht. © Foto: MOZ/Volkmar Ernst
Volkmar Ernst / 09.10.2018, 14:32 Uhr - Aktualisiert 09.10.2018, 14:49
Liebenwalde (MOZ) In den Sommermonaten wurde die Bundesstraße 167 durch das Liebenwalder Stadtzentrum saniert. Nun haben einige Einwohner entdeckt, dass an der Straße erneut gearbeitet wird. Bohrlöcher, meist vier nebeneinander, werden in die Straßendecke getrieben und die Kerne entnommen. Ist da bei den Arbeiten eventuell etwas schiefgegangen?, so die besorgte Frage einiger Einwohner.

Doch Hans-Jürgen Otte, beim Landesamt für Straßenwesen in Eberswalde für die Planung der Arbeiten verantwortlich, kann Entwarnung geben. „Das ist ein ganz normales Prozedere, dass bei jeder Straßenerneuerung gemacht wird. Das ist sozusagen die Qualitätskontrolle, ob die Baufirmen die Arbeiten auch so ausgeführt haben, wie es der Landesbetrieb gefordert hat“, lautet seine Erklärung. Die Straße habe einen bestimmten Aufbau, der aus verschiedenen Schichten bestehe. Anhand der Bohrkerne könne geprüft werden, ob auch jede Schicht die vorgeschrieben Dicke habe und das Material sich aus den Stoffen zusammensetze, aus denen es bestehen soll. Geprüft werde zudem, wie die einzelnen Schichten miteinander verbunden seien. „Es ist vorgeschrieben, dass die einzelnen Lagen eine Verbindung miteinander eingehen und nicht nur einfach aufeinander liegen“, so Otte weiter. Wenn nicht korrekt gearbeitet worden sei, könnte es dazu kommen, dass sich die Schichten voneinander lösen und mit der Zeit dann Aufbrüche entstünden.

In welchen Straßenabschnitten und Abständen die Proben genommen werden, da gibt es genaue Vorschriften. Die Untersuchung dürfen allerdings nur Ingenieurbüros ausführen, die vom Land Brandenburg eingesetzt werden. Das ist insofern von Bedeutung, da die ermittelten Daten die Grundlage dafür bilden, ob die Straßenbauarbeiten vom Landesbetrieb auch anerkannt werden.

Doch nicht nur der Aufbau der Fahrbahn wird geprüft, auch der Seitenstreifen am Fahrbahnrand. Der war vormals gepflastert. Nun wurde er mit Asphalt verfüllt und in die Oberfläche ein Muster geprägt. Gewählt wurde die Variante, weil sie zum einen preiswerter und zum anderem schneller einzubauen war. Die gezogenen Straßenkerne werden nach der Untersuchung übrigens wieder eingebaut.

Bislang, so konnte Otte feststellen, gebe es keine Beanstandungen.(veb)

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