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Wohnungsbau
Senioren-Wohnstätte in Schwante geplant

Seit Jahren marode: Das Haus soll saniert werden und als Gemeinschaftsraum für das Wohnprojekt dienen.
Seit Jahren marode: Das Haus soll saniert werden und als Gemeinschaftsraum für das Wohnprojekt dienen. © Foto: Marco Winkler
Marco Winkler / 10.10.2018, 09:40 Uhr
Schwante (MOZ) Es ist sicher nicht die schönste Ecke in Schwante, einige bezeichnen das marode Haus direkt am Kreisverkehr gar als einen Schandfleck. Doch die Gemeinde hat große Pläne mit dem Objekt samt dazugehörigem Grundstück in der Dorfstraße 24. Spätestens 2021 könnten hier Senioren in eine neu gebaute Wohnstätte einziehen. Die entsprechenden Pläne stellte Reinhold Dellmann vom Bauträger Anka-Zukunftswohnen aus Potsdam am Montag im Ortsbeirat vor.

„Wir sind uns einig, dass es ein wichtiges Bauvorhaben ist. Es gibt schon erste Nachfragen“, so Ortsvorsteher Dirk Jöhling (BfO). Die Gemeindevertreter hatten Ende Juni diesen Jahres die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Wohnprojekt beschlossen. Für Reinhold Dellmann ist die Lage in Schwante ideal: Infrastruktur, Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr und Einkaufsmöglichkeiten seien vorhanden. Er spricht von selbstbestimmtem Wohnen mit Angeboten. Zu diesen könnte ein Pflegedienst gehören.

Geplant sind 16 bis 20 Wohneinheiten. Das denkmalgeschützte Haus an der Straße könnte zu einem Gemeinschaftstreff umgebaut werden. Abhängig ist die Anzahl der Wohnungen vom benachbarten Flurstück. Das befindet sich noch in privater Hand. „Wir sind in guten Gesprächen mit dem Eigentümer“, so Dellmann. Sollte dieser sein Grundstück abgeben, könnten in Schwante 15 weitere Wohnungen für Senioren entstehen. „Die Mietpreise lägen nach jetzigem Stand zwischen 9,50 und 10 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter“, so Dellmann, der sich dabei an anderen Wohnstätten von Anka-Zukunftswohnen in Schönwalde, Bernau und Schwanebeck orientiert. Dellmann erklärt den Preis mit gewissen Extras der Wohnungen. Dazu gehören behindertengerechte Fahrstühle und Bäder sowie Einbauküchen.

Die Wohneinheiten umfassen jeweils zwischen 50 und 75 Quadratmeter. „Der Wunsch nach größeren Wohnungen muss im frühen Planungsstadion angemeldet werden“, so der Investor. „Wir sind dann flexibel.“ Eine Mischung der Generationen wünscht sich Uta Hoffmann (SPD). „Ich bekomme sonst das Gefühl der Vergreisung in Schwante“, sagte sie. Der Investor sieht Spielraum. Primär sei das Projekt zwar auf Senioren zugeschnitten. Sollte der Bedarf jedoch vorhanden sein, könnten später zusätzlich Wohnungen für junge Familien entstehen.

Für den Ortsvorsteher ist das baulich nur ein Anfang. „Wir haben viel Potential in Richtung Schloss.“ Karl-Dietmar Plentz (BfO) freut sich auf die positive Entwicklung im Ortskern von Schwante.

Laut Reinhold Dellmann nimmt das Projekt momentan Konturen an. Das Planungsverfahren wird frühestens im Frühjahr 2020 abgeschlossen sein. Alle Genehmigungen sollten bis dahin eingeholt sein. „Mit dem Baubeginn ist im ersten, zweiten Quartal 2020 zu rechnen“, so Dellmann. Ende 2020 könnten Vermietung und Verkauf beginnen. Rund 25 Prozent der Wohnungen sollen nach aktuellem Stand als Eigentumswohnungen angeboten werden. (win)

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