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Kreistag
Grüne fordern kürzere Schulwege

Spricht für Grüne/Piraten: Thomas von Gizycki
Spricht für Grüne/Piraten: Thomas von Gizycki © Foto: Rene Tausch
Burkhard Keeve / 10.10.2018, 10:00 Uhr
Oberhavel (MOZ) Oppositionsparteien im Landkreis haben nur selten die Möglichkeit, ihre Interessen in der Öffentlichkeit mit anderen Parteien zu diskutieren. Eine Plattform bietet ihnen der Kreistag. Die Fraktion Grüne/Piraten mit ihrem Vorsitzenden Thomas von Gizycki nutzt die heutige Sitzung in Oranienburg und bringt als einzige Fraktion drei Anträge ein, einen davon gemeinsam mit der Fraktion der Linken und den Vertretern der FDP. Dabei geht es um einen Armutsbericht. Den soll, so der Wunsch der drei Parteien, die Kreisverwaltung ab 2019 alle drei Jahre vorlegen. Der Bericht soll als Basis dienen, um Armut in Oberhavel auch mit Mitteln des Landkreis-Haushalts zu bekämpfen. Bislang fand so ein Bericht keine Mehrheit im Kreistag.

Um ein ganz anderes Thema geht es beim nächsten Antrag. Grüne/Piraten wollen durchsetzen, dass alle künftigen Pächter von kreiseigenen Flächen verpflichtet werden, auf den Einsatz von Pestiziden auf diesen Flächen zu verzichten, um die Artenvielfalt zu schützen.

Der dritte Antrag der kleinen Fraktion Grüne/Piraten (fünf Mitglieder) dreht sich um die Fahrtzeit von Schülern der kreiseigenen Einrichtungen. Dabei haben die Antragsteller insbesondere die Förderschüler im Blick. Es gibt nur eine Förderschule in Oberhavel, die Linden-Schule. Das heißt alle Förderschüler, egal ob aus Hennigsdorf oder Fürstenberg müssen nach Oranienburg. „Fahrtzeiten von mehr als 45 Minuten müssen unbedingt vermieden werden“, fordern die Fraktion in ihrem Antrag. Das soll durch mehr Busverbindungen und Fahrdienste erreicht werden, „damit nicht jeder Transport stundenlang über die Dörfer geführt wird“, so die Argumentation. „Wer zum Beispiel nachmittags vom Granseer Bahnhof aus nach Mildenberg muss, dem kann es passieren, dass er zunächst eine komplette Stadtrundfahrt kreuz und quer durch Gransee bekommt, bevor der Bus die Stadt Richtung Mildenberg verlässt“, heißt es in der Beschlussbegründung.

Laut Bildungsministerium sind für Grundschüler 75 Minuten Schulweg inklusive Wartezeiten zumutbar und für größere Schüler 90 Minuten. (bu)

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