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Jubiläumsturnier
Tischtennisclub feiert sein 20-Jähriges

Ohne Sponsoren geht es nicht: Vereinschef Diethardt Goldenbogen und Peter Gogel (Vordergrund rechts bzw.links) und die Spieler des TTC Gransee freuen sich stst über Unterstützung.
Ohne Sponsoren geht es nicht: Vereinschef Diethardt Goldenbogen und Peter Gogel (Vordergrund rechts bzw.links) und die Spieler des TTC Gransee freuen sich stst über Unterstützung. © Foto: privat
Matthias Henke / 12.10.2018, 09:21 Uhr - Aktualisiert 12.10.2018, 19:39
Gransee (MOZ) Seit 20 Jahren gibt es den Tischtennis-Club (TTC) Gransee. Den runden Geburtstag begehen die Sportler an diesem Sonnabend mit einem Einladungsturnier in der Turnhalle der Stadtschule. Ab 10 Uhr wird dort in dem freundschaftlichen Vergleich um Punkte und Pokale gekämpft.

„Acht Mannschaften haben wir eingeladen“, berichtet der stellvertretende Vereinsvorsitzende Peter Gogol, der selbst seit dem Jahr 1987 aktiv ist. Damals firmierten die Tischtennisspieler noch unter Post Gransee. „Mitte der 1950er-Jahre haben sich ein paar zusammengefunden. Da wo jetzt die Sparkasse ist, war die Gaststätte Alte Krone. Die hatte einen kleinen Saal, wo gespielt wurde“, so Gogol. „Im Winter musste jeder wohl etwas Brennmaterial für den Ofen mitbringen, aber das kenne ich nur aus Geschichten. Erst später ging es dann in die Stadtschule“, fährt er fort.

Doch mit dem Ende der DDR sollte auch das Ende für Post Gransee kommen. Die Tischtennisspieler schlossen sich daraufhin zunächst für ein paar Jahre dem Granseer Polizeisportverein an. Danach spielten sie unter dem Dach des SV Eintracht, bevor sie mit der Gründung des „Tischtennis-Club Gransee 1998 e.V.“ ihr sportliches Schicksal schließlich in die eigenen Hände nahmen. „Es war ganz schön viel Papierkram zu erledigen – Vereinsregister, Landessportbund, Kreissportbund – aber wir haben das hingekriegt“, so Gogol rückblickend. „Auch finanziell sind wir über die Runden gekommen.“

Dass die Vereinsmitglieder über all die Jahre ihrem Lieblingssport nachgehen konnten, sei nicht zuletzt auch den Sponsoren zu verdanken, von denen Gogol Roland Domke, Steffi Borwig, Frank Hirtzel und die Gewo exemplarisch hervorhebt. „Platten, Netze, Bälle – alles kostet ja Geld und wenn mal eine neue Platte fällig ist, muss man dafür mal eben 600 Euro hinlegen, aber den Mitgliedsbeitrag will man auch ja gleichzeitig auch moderat halten“, sagt das Vorstandsmitglied.

Aktuell hat der Granseer Tischtennis-Club um die 30 Mitglieder – die Zahl schwankt – 18 Erwachsene, bei den übrigen handelt es sich um Kinder und Jugendliche. Ältester Aktiver in den Reihen der Granseer ist Manfred Kade mit 74 Jahren.

Im Männerbereich ist derzeit nur eine Mannschaft gemeldet. In der Staffel eins der zweiten Landesklasse geht sie auf Punktejagd. Dort stehen regelmäßig Lokalderbys gegen den TTV Fürstenberg II und den TSV Zehdenick auf dem Programm. Die übrigen Ligakontrahenten kommen aus dem Süden des Kreises sowie dem Barnim und der Uckermark.

Die ersten vier Spiele der erst Ende August begonnenen Saison wurden allesamt deutlich verloren, Gransee rangiert auf dem letzten Platz der Tabelle. Peter Gogol ficht das nicht an. Neben der sportlichen Betätigung steht für ihn der Spaß im Vordergrund. Und wer weiß? Vielleicht gibt es im kommenden Jahr auch wieder genug Spieler für eine zweite Mannschaft. Gern erinnern sich die Vereinsmitglieder aber an vergangene Erfolge. So nahm eine dreiköpfige Delegation aus Gransee an den Senioreneuropameisterschaften 2003 in Italien teil. Eine weibliche Mitstreiterin schaffte es unter die letzten vier.

Historisches

■ Unumstrittenen Volkssport Nummer eins ist Tischtennis in China. Als Ursprungsland gilt jedoch England.

■ Das Spiel entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Tennis und wurde anfangs vom englischen Adel im Freien gespielt.

■ Zelluloid-Bälle werden seit 1891 verwendet. Zuvor waren auch Gummibälle und Korkkugeln in Gebrauch.

■ 1901 fand in Hamburg das erste Turnier auf deutschem Boden statt.⇥(mhe)

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