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Zwist
Familien-Sport-Verein kann sich mit Stadt nicht einigen

Schluss am Lindenring: Der Familien-Sport-Verein gab sein dortiges Domizil auf. Sportgeräte und Inventar wurden verladen und werden zunächst zwischengelagert.
Schluss am Lindenring: Der Familien-Sport-Verein gab sein dortiges Domizil auf. Sportgeräte und Inventar wurden verladen und werden zunächst zwischengelagert. © Foto: Friedhelm Brennecke
Friedhelm Brennecke / 27.12.2018, 19:01 Uhr
Oranienburg (MOZ) Sie konnten zusammen nicht kommen. Über die weitere Nutzung der Räume am Lindenring 20 a wurden sich die Stadt Oranienburg und der Familien-Sport-Verein Oberhavel (FSV) nicht einig. Der Verein kündigte daraufhin das Mietverhältnis zum Ende des Jahres. Am Donnerstag räumten Vereinsmitglieder das bisherige Domizil, in dem der FSV seit 2011 seinen Sitz hatte, aus. Vor allem für die Teilnehmer des Gesundheits- und Reha-Sports sowie für die Tänzerinnen fallen jetzt Trainingsmöglichkeiten ersatzlos weg.

Sportgeräte und sonstiges Vereinsinventar werden zwischengelagert. „Die Verwaltungsarbeit des Vereins mit mehr als 1 000 Mitgliedern erfolgt jetzt vom Küchentisch aus“, sagt Vorsitzender Jens-Uwe Grande, der sich bei der Stadt um ein langfristiges Mietverhältnis im Lindenring bemüht hatte. Letztlich vergeblich.

Der von der Stadt angebotene Erbpachtzins sei für den Verein nicht zu stemmen gewesen. Andererseits hatte der Verein angeboten, bei einem längerfristigen Mietverhältnis in Eigenregie zu sanieren. „Da sich der Zustand namentlich der völlig desolaten Elektrik weiter verschlechtert hat und wir als Verein keine Sanierungen vornehmen durften, waren wir gezwungen, den Mietvertrag zu kündigen, um unserer Verkehrssicherungspflicht den Mitgliedern und ehrenamtlichen Mitarbeitern gegenüber nachzukommen“, sagt Grande. Die Stadt habe ihre Pflicht als Vermieter stark vernachlässigt.

Ein klärendes Gespräch zwischen Verwaltung und Verein, das der Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann mediativ begleiten  wollte, sei vom Bürgermeister abgelehnt worden, bedauert Jens-Uwe Grande. Schade findet er zudem, dass der Verein seitens der Stadtverordneten keine Unterstützung erhalten habe.

„Auch wenn die Situation für uns traurig ist, weil vor allem Kinder und Jugendliche darunter zu leiden haben, aufgeben werden wir nicht“, sagt Karsten Krebs, der 2. Vorsitzende. „Für uns hängt so viel Herzblut an den Vereinsaktivitäten, dass wir einfach weitermachen müssen“, will Nicole Jacob vom Vereinsvorstand weiter für den FSV kämpfen.

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