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Tierparkbesuch
Im Winter dauert selbst das Füttern der Tiere länger

Volkmar Ernst / 02.02.2019, 07:41 Uhr
Liebenthal (MOZ) Auch wenn der Liebenthaler Haustierpark im Winter geschlossen ist, die Tiere müssen dennoch gefüttert und versorgt werden. Das dauert bei Frost viel länger.

„Auch Tiere mögen keine Tiefkühlkost, die sie lutschen müssen“, erklärt Tierparkmitarbeiter Mario Franssens, als er gerade das Kraftfutter für die Wollschweine im Stall anrührt. „Im Frühjahr, Sommer  und Herbst machen wir das meist noch am Abend davor.“ Sind die Kübel auf dem Hänger verstaut, geht er zum Wasserhahn, um mehrere Milchkannen zu füllen. Denn im Winter sind die Wasserleitungen auf dem weitläufigen Gelände abgestellt, damit sie nicht einfrieren. „Doch nach einem Bund Heu brauchen die Tiere das frische Nass“, so Franssens weiter.

Nach und nach füllt sich der Anhänger mit Heu, Stroh, Hafer und anderen Körnern. Außerdem hat Kollegin Steffi Kürbis noch ein geschnittenes Weißbrot dabei. „Für ganz spezielle Freunde“, sagt sie. Ist alles verstaut, geht es los in Richtung Park. Ganz vorn im Eingangsbereich warten schon „Weihnachtsgans Auguste“ nebst Ganter auf ihr Futter.

Weiter geht es vorbei an den Kaninchenställen zu den Volieren mit Huhn, Fasan, Ente und Co. Die versorgt Svenja Melzer aus Velten, die im Haustierpark ein Freiwilligenjahr absolviert. Ihr Wunschberuf sei der einer Tierpflegerin, erzählt sie. Die Praktikumsstelle habe sie sich bewusst gesucht, um den Wunsch in der Realität zu überprüfen. „Aber er ist es“, kann sie jetzt schon sagen.

Inzwischen ist der Traktor an den Koppeln und Gehegen mit den Schafen, Eseln, Schweinen und Rindern angekommen. Hier packt Steffi Kürbis das Weißbrot aus, auf das Rind Toni und die Kuh ohne Namen schon warten und gezielt in Richtung Zaun stapfen, als sie Steffi Kürbis entdecken.

Dass Heu und Stroh bei den Wollschweinen ganz oben auf der Wunschliste als Futter stehen, ist eher unwahrscheinlich, auch wenn im Unterstand davon viel liegt. „Zum Fressen ist es nicht gedacht, sondern zum Warmhalten des Nachwuchses, der sich Anfang des Jahres eingestellt hat“, erklärt Mario Franssens – und schon geht es zum nächsten Gehege weiter.

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Franssen Steffi Kürbis Haustierpark Svenja Melzer Tiefkühlkost

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