Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Autobahnsperrung
Das große Chaos bleibt aus

Dicht an dicht: In Oranienburgs Innenstadt kam es am Sonnabend zu Staus. Doch insgesamt beeinträchtigte die Autobahnsperrung den Verkehr nur wenig.
Dicht an dicht: In Oranienburgs Innenstadt kam es am Sonnabend zu Staus. Doch insgesamt beeinträchtigte die Autobahnsperrung den Verkehr nur wenig. © Foto: Sophie Schade
Sophie Schade / 10.02.2019, 18:40 Uhr - Aktualisiert 10.02.2019, 19:38
Oranienburg (freie Autorin) Umleitung mitten durch die Stadt: Von Freitagabend bis Sonntagmorgen sollte der Berliner Ring zwischen dem Autobahndreieck Pankow und Mühlenbeck in Fahrtrichtung Hamburg gesperrt sein. Die Ankündigung verhieß nichts Gutes: Der Verkehr sollte über Wandlitz, Wensickendorf und durch die Oranienburger Innenstadt geleitet werden. Doch wie bereits bei der Sperrung eine Woche zuvor, als eine neue Autobahnbrücke errichtet wurde, blieb das ganz große Verkehrschaos aus.

Nötig war die Sperrung, weil die Deckschicht der Fahrbahn teilweise erneuert werden musste. Die umgeleiteten Fahrzeuge störten die Wochenendruhe in Wensickendorf allerdings nicht. „Wenn man von der Sperrung  weiß, fällt es schon auf, dass ein paar mehr Autos unterwegs sind. Aber davon lasse ich mich nicht stören“, befand Alexander Presting während eines Spaziergangs durch den Ort.

Dichter wurde der Verkehr erst in der Oranienburger Innenstadt, vor allem in dem kurzen Abschnitt zwischen der Kreuzung Bernauer/Stralsunder Straße und der Schlossbrücke. Am Sonnabendvormittag brauchten Autofahrer für die knapp einen Kilometer lange Strecke zehn Minuten und ein wenig Geduld. Auch die Busse der Oberhavel Verkehrsgesellschaft benötigten dementsprechend etwas länger. Für Oranienburger sind diese Staus seit der Sperrung der Saarlandstraße wegen des Neubaus der Dropebrücke allerdings fast der Normalzustand. Größere Hupkonzerte oder riskante Drängelmanöver blieben aus.

Kerstin Wendt ist Buchhändlerin in der Runge-Buchhandlung an der Bernauer Straße und hatte den Stau von ihrem Laden aus bestens im Blick. Einen Unterschied zum Verkehrsaufkommen unter der Woche konnte sie allerdings nicht feststellen. „Es fahren genauso viele LKW lang wie sonst. Unsere Kunden finden auch problemlos Parkplätze“, schildert sie ihre Beobachtungen. Ihre Kollegin und sie seien ohnehin mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs, so dass sie den dichten Verkehr problemlos meiden können.

Als am Freitag gegen 22.15 Uhr die Richtungsfahrbahn gesperrt wurde, war die Autobahnpolizei unterstützend vor Ort. Nach Angaben der Polizeidirektion Nord verlief das Einrichten der Sperrung reibungslos und die gesamte Zeit der Einschränkungen unfallfrei. Bereits am Sonnabend gegen 15.20 Uhr waren die Arbeiten an der Auffahrt Mühlenbeck abgeschlossen, so dass diese wieder für den Verkehr geöffnet werden konnte. Gegen 22.15 Uhr waren die gesamten Arbeiten abgeschlossen. Der Verkehr rollte wieder – und das fast zehn Stunden früher als angekündigt.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG