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Freiwillige Feuerwehr
Viel Freizeit geopfert

Befördert und geehrt: Traditionell wird dafür die Jahreshauptversammlung genutzt.
Befördert und geehrt: Traditionell wird dafür die Jahreshauptversammlung genutzt. © Foto: Katja Schrader
Katja Schrader / 10.02.2019, 21:00 Uhr
Löwenberg Der Löschzug Löwenberg kann mehr als zufrieden sein. Die engagierten Kameraden haben 2018 weit mehr Einsätze als in den Jahren zuvor gemeistert, die Jugendarbeit kann sich sehen lassen, und in absehbarer Zeit wird das eigens für den Löschzug konzipierte Tanklöschfahrzeug TLF-4000 die Arbeit erleichtern.

Zur Jahreshauptversammlung der Löwenberger Löschgruppe am Freitag war Gruppenführer Enrico Schliebener voll des Lobes für seine 22 Kameraden. Rechnet man die 21 Dienstveranstaltungen zu den Einsätzen hinzu, opferten die Kameraden im vorigen Jahr etwa 210 Stunden Freizeit für die Feuerwehr. Es gab 79 Alarmierungen, zu denen die Löschgruppe oftmals noch mit weiterer Unterstützung von Mitarbeitern des Bauhofs ausrückte. Die große Trockenheit führte dazu, dass allein 170 der geleisteten Stunden in Wäldern und Feldern geleistet wurden. Die drei Einsätze mit der Brandschutzeinheit Oberhavel zählten zu den großen Herausforderungen.

Der gute Zusammenhalt und die Einsatzbereitschaft sorgten für die erfolgreiche Abwicklung eines jeden Einsatzes. „Die Freizeitgestaltung, besonders am Wochenende, wurde hauptsächlich durch die immense Zahl an Brandeinsätzen bestimmt“, so Schliebener. Es gab 50 solcher Alarmierungen.  25 Hilfeleistungen umfassten von der Tragehilfe bis zur Ölspur-Beseitigung ein breites Spektrum. Erfreut stellt der Gruppenführer fest, dass sein Löschzug im vergangenen Jahr zu keinem schweren Unfall ausrücken musste.

Ein Höhepunkt war 2018 die Vorbereitung des Löwenberger Sommerfestes, an dem die Feuerwehr mitwirkte. „In den letzten 25 Jahren gab es das nicht“, erzählte der Schliebener. Die nächste Freude steht ins Haus: Alle erwarten sehnlichst das neue Tanklöschfahrzeug. 25 Jahre hat sein Vorgänger bereits auf dem Buckel und inzwischen jede Menge Mängel. Nachdem die Gemeindevertretung grünes Licht für die Finanzierung des neuen Fahrzeugs gegeben hat, ging es im vorigen Jahr darum, ein auf die Bedürfnisse der Löwenberger Einsatzsituation konzipiertes Fahrzeug zu bestellen. Der TLF-4000 speichert laut Hersteller 4 900 Liter Wasser. Die Schläuche sind beim Einsatz leichter händelbar. Gemeindebrandmeister André Haack, der an seinem Geburtstag zur Jahreshauptversammlung gekommen war, machte Hoffnung, dass das Fahrzeug bald fertiggestellt werde.

Jugendwart Christian Schwarz freute sich über die gewachsene Jugendfeuerwehr. 16 Kinder und Jugendliche sind beim Löwenberger Löschzug dabei.  „Wenn euch was nicht passt, sagt ihr es offen und ehrlich“, zeigte sich Schwarz begeistert.  Joachim Pönisch vom Ortsbeirat dankte den Kameraden für ihre Einsatzbereitschaft und die engagierte Jugendarbeit. „Eure Arbeit ist top“, sagte er.

Löschgruppenführer Enrico Schliebener gab sich bescheiden. Der Löschzug habe in jüngster Zeit viel Lob und Dank bekommen und habe mehr denn je im Mittelpunkt der Öffentlichkeit gestanden. „Natürlich ist es schön, endlich Anerkennung für unser Hobby zu erhalten. Aber wir machen dieses, wie die vergangenen Jahre zeigen, auch ohne dieses ganze Brimborium sehr gerne“, versicherte der Löschgruppenführer.

Beförderungen

■ Zum Feuerwehrmann wurden befördert: Leon Priesnitz, Maurice Le Grand, René Ruhnke

■ Zum Oberfeuerwehrmann: Jens Pahs, Ronny Vogt, Oberfeuerwehrmann, Tim Ast

■ Zur Hauptfeuerwehrfrau: Dajana Bonk

■ Zum Oberlöschmeister: Michael Schmidt, Christian Schwarz

■ Treuemedaille für 20 Jahre Dienst: Danny Schönborn.⇥(ks)

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