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Handball
Ein ganz normales Ergebnis

Jürgen Zinke / 11.02.2019, 06:00 Uhr - Aktualisiert 11.02.2019, 10:29
Oranienburg Wenn der Tabellen-Siebte sein Heimspiel gegen den Achten mit 24:21 gewinnt, so könnte man von einem völlig normalen Ergebnis sprechen. Doch die Partie der 3. Handball-Liga zwischen dem Oranienburger HC und dem HSV Hannover ist allein schon vom Verlauf her alles andere als normal.

Dass die Zeitnehmer mit dem Anpfiff gleich wieder Probleme bei der Handhabung der Anzeigetafel haben, ist noch im normalen Rahmen, denn es passiert ihnen nicht zum ersten Mal. Was allerdings danach, als das Spiel läuft, abgeht, ist schon außergewöhnlich. Das heißt, das Spiel läuft eigentlich gar nicht richtig. Der Verlauf der ersten acht Minuten: Linus Dömeland setzt einen Siebennmeter an den Pfosten. Ivan Szabo pariert auf der anderen Seite. Hannovers Götz Heuer hält auch. Sebastian Czok bringt die Gäste nach 4 Minuten nund 37 Sekunden in Führung. Christoph Genilke trifft im Gegenzug den Pfosten, Robin Manderscheids Versuch geht daneben. Nach OHC-Zeitspiel erhöht Hendrik Benckendorf auf 0:2. Und nach 8 Minuten und 47 Sekunden erzielt auch der OHC sein erstes Tor. Darius Krai trifft vom Siebenmeterpunkt.

In der Folge normalisiert sich das Geschehen. Nach 24 Minuten geht der Gastgeber erstmals in Führung (8:7). Die wird aber kurz vor der Pause wieder leichtfertig vergeben (10:11). „Die schlechte Pass-Qualität und Riesenprobleme bei den Positionsangriffen“, sieht OHC-Trainer Christian Pahl im Nachhinein als Gründe für den Rückstand. Viel besser wird es zunächst nach Wiederbeginn auch nicht. Denn auch nach 49 Minuten steht es immer noch unentschieden (19:19.). Dann verliert Hannover die Partie mit einer ähnlichen  Leerlauf-Phase wie der OHC zu Beginn. „Wir hatten lange gut gespielt. Doch wenn du dann nach dem 19:19 nicht mehr triffst und fünf Gegegntore kassierst, kannst du solch ein Spiel nicht gewinnen“, erklärt Hannovers Trainer Stephan Lux die Niederlage seiner Mannschaft. Und er fügt noch hinzu: „Glückwunsch an den OHC. Der Sieg ist am Ende natürlich verdient.“

Zwei Personen führen die Oranienburger auf die Siegerstraße. Torhüter Ivan Szabo ist kaum noch zu überwinden und verhindert, dass Hannover noch einmal Licht am Horizont sieht. Und Eike Wertz, der Mitte der zweiten Halbzeit erstmals aufs Parkett kommt, führt sich mit drei tollen Treffern ein. „Wir haben recht träge begonnen und uns dann gesteigert.  Ich freue mich, dass mir gleich  die Treffer gelungen sind. Diese Punkte waren natürlich ungeheuer wichtig“, sagt der 26-jährige linke Rückraumspieler.

Torwart-Routinier Ivan Szabo will seine Leistung diesmal nicht so herausgehoben sehen: „Wir haben uns von der ersten bis zur letzten Minute an den Matchplan gehalten. Der abgezockte Gegner war uns bekannt und hat uns mächtig geärgert. Warum wir erneut so schwer ins Spiel kommen, kann ich mir nicht so recht erklären. Am Ende haben  mir meine Vorderleute geholfen, dass es nur 21 Gegentreffer waren.“ Ausdrücklich hervorgehoben wird Szabo dann aber doch noch. „Er hat uns heute den Sieg gebracht“, sagt sein Coach Pahl in der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Sein Kollege Lux bringt dann beim Pressegespräch abschließend noch etwas Normalität in die Runde. „Ich habe hier Wasser zu stehen, normalerweise gab es immer Bier“, meint er. Und OHC-Präsident Thomas Stahlberg ist dann auch schon unterwegs, um die gewünschte Molle zu holen.

Statistik vom 20. Spieltag

Oranienburger HC -

HSV Hannover 24:21 (10:11)

Schiedsrichter: Maik Bolus / Sven Foitzik

Zuschauer. 845

Zeitstrafen: OHC 6 / Hannover 4

Siebenmeter: OHC 4 (3 verwandelt) / Hannover

Spielverlauf: 0:2 (9.), 3:3 (12.), 6:6 (20.), 7:7 (24./Team Timeout OHC), 10:9 (29./Team Timeout Hannover), 10:11 (30.), 14:14 (37.), 19:19 (49./Team Timeout Hannover), 20:19 (52./Team Timeout OHC), 22:19 (53./Team Timeout Hannover), 24:19 (56.), 24:21 (60.)

Oranienburger HC: Szabo - Bohle, Genilke, Dömeland (1.), Wertz (3), Schindel (2), Manderscheid (2), Müller (3.), Kehl (1), Scharge, Spickers (1), Otto (3.), Sauß (4), Kohnagel, Krai (4/3)

HSV Hannover: Heuer (1), Lange - Mertens, Czok (4), Benckendorf (1), Forst, Labitzke, (2), Wolf (1), Klages (2), Kellner, Muscheiko (3), Quedenbaum (3), Schiebler, Müller (4)

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