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Virtueller Marktplatz
Piraten wollen Online-Geschäft der Cityhändler stärken

Der Online-Handel gehört den großen Anbietern. Kleinere Läden nutzen die Möglichkeiten bislang kaum.
Der Online-Handel gehört den großen Anbietern. Kleinere Läden nutzen die Möglichkeiten bislang kaum. © Foto: QS-live/obs
Klaus D. Grote / 12.02.2019, 06:00 Uhr
Oranienburg (MOZ) Die Oranienburger Piratenpartei will den Onlineverkauf der Einzelhändler stärken. Die Antwort auf die nur durchschnittlichen Bewertungen für das Angebot der Innenstadt bentworten die Piraten mit einem virtuellen Marktplatz.

„Ziel ist es, den lokalen Handel auf einer zentralen Plattform zu bündeln und den Online-Versandriesen ein eigenes Angebot entgegen zu stellen“, sagte der Oranienburger Pirat Stefan Schulz-Günther. Der Onlinehandel solle auf diese Weise den Einzelhandel als zweite Stütze stärken und etablieren. Das sei eine wirksame Möglichkeit, den Leerstand zu bekämpfen, sagt der Piraten-Regionalvorsitzende Thomas Ney. Die Kunden würden von einer schnellen Lieferung profitieren.

Die Piraten schlagen vor, die Stadt solle das Projekt mit einer Anschubfinanzierung von 200 000 Euro fördern. Mit der Durchführung könne die neue Stadtholding beauftragt werden. Später solle sich die Plattform durch Händlergebühren und Verkaufsprovisonen selber finanzieren. In der bayerischen Stadt Günzburg gäbe es ein ähnliches Konzept.

Die Idee einer gemeinsamen Plattform für alle Händler, die ihre Waren in einem virtuellen Kaufhaus gemeinsam anbieten, hatte vor drei Jahren bereits Geschäftsstraßenmanager Stefan Wiesjahn entwickelt. Der Knackpunkt sei damals gewesen, wer eine solche Plattform betreiben könne, sagte Wiesjahn.

Aktuell stehen 15 Ladenlokale in der Innenstadt leer, fünf davon in der Bernauer Straße. Citygemeinschaft, Geschäftsstraßenmanager, Stadtplaner und Wirtschaftsförderung arbeiten gemeinsam an Ideen zur Entwicklung des Angebots. Als Reaktion auf den OGA-Artikel „Mittel gegen den Leerstand“ hätten sich drei Geschäftsleute bei ihm gemeldet, sagt Stefan Wiesjahn. Vorgeschlagen wurden ihm die Eröffnung eines Eiscafés auf dem Boulevard, eine neue Bar sowie eine Rollschuhbahn. Die Anfragen machten Hoffnung, dass es Interesse von Geschäftsleuten an Oranienburg gebe, sagte Wiesjahn.

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Cityhändler Stefan Schulz - Günther Pirat Stefan Wiesjahn Bentwort

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