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Kostümball
Rauschendes Fest im Zelt des Carneval-Clubs

Sophie Schade / 17.02.2019, 17:00 Uhr
Leegebruch Mit einem inbrünstigen „MUH MUH – RE RE“ hat der Carneval Club Leegebruch am Samstagabend seinen ersten Kostümball der Saison eröffnet. Über 150 Karnevalisten feierten ausgelassen und ließen sich, selbst bunt kostümiert, von den Darbietungen auf der Bühne mitreißen.

Die Jecken von der Muhre sind eine Institution in Leegebruch, deshalb brauchen sie Platz zum Feiern. Den finden sie mit ihrem imposanten Festzelt auch in diesem Jahr im Germendorfer Industriegebiet. Im Vorzelt wird es kurz vor Beginn der Show trotzdem ein wenig eng, denn hier tummeln sich bereits die Akteure für die Eröffnungsparade. Ihre Aufregung ist beinahe ansteckend. Im eigentlichen Partyzelt könnte die Stimmung besser nicht sein, bevor der Kostümball überhaupt angefangen hat.

Die Kostüme der Gäste sind so bunt gemischt wie das Publikum selbst: Vom Wikinger bis zur Elfe ist der Kreativität keine Grenze gesetzt. Außerdem scheint die Mode der 1970er-Jahre wieder im Trend zu liegen, sitzen doch zahlreiche Hippies in spe im Publikum. Mit tosendem Applaus empfangen Hippies und Wikinger gemeinsam das Prinzenpaar samt Elferrat und Prinzengarde. Prinzessin Stephanie die Erste und Alexander der Erste ergreifen zuerst das Wort: Sie amüsieren sich in ihrer Rede bestens über den Biber, der im vergangenen Jahr Staudämme in der Muhre baute und die Gemeinde so in Atem hielt. Danach eröffnet die Prinzengarde den tänzerischen Teil des Abends. Am anderen Ende des Festsaals steht Jana Wendland, Vorstandsmitglied und Trainerin der Prinzengarde, und beobachtet aufmerksam „ihre“ Tänzerinnen. Vorfreude und Aufregung sind auch nach vielen Jahren Karneval immens, besonders dann, wenn eine Choreografie zum ersten Mal in der Saison auf die Bühne gebracht wird. Beim Kostümball geht alles glatt, Jana Wendland ist spürbar zufrieden mit ihrer Truppe. Das Publikum ist ebenso begeistert und verlangt nach einer Zugabe. Auch die Jugendgarde, die zur Titelmusik von „Harry Potter“ einmarschiert, und die Minifunken überzeugen bei ihren Auftritten. Währenddessen schnappt Nico Martin im Vorzelt ein wenig frische Luft. Er ist seit Mai 2018 Vorsitzender des Carneval Club Leegebruch und bestreitet nun seine erste Saison an der Spitze des Vereins. Die erste Lektion: Ohne seine jecken Kollegen und Kolleginnen läuft nichts. Alle Mitglieder helfen bei der Organisation und arbeiten bei den Vorbereitungen zusammen „wie Zahnräder, die ineinandergreifen“. Dieser Zusammenhalt mache ihn stolz. Ein Mann, der an diesem Abend ebenfalls nicht fehlen darf, ist Bernd Keil. Er ist seit 37 Jahren Mitglied im Carneval Club Leegebruch und darf nicht nur die Vereinsflagge beim Einmarsch des Prinzenpaares vorantragen: Er spielt außerdem den Shuttleservice für seine Vereinskollegen und sorgt dafür, dass alle Karnevalisten nach dem Kostümball nach Hause kommen – natürlich erst, wenn dieser mit dem Männerballett seinen krönenden Abschluss gefunden hat.

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