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3. Volleyball-Liga
VSV Havel sieht trotz Sieg keine Chance mehr für Aufstieg

Harte Arbeit: Für die VSV-Spielerinnen Anika Zülow, Stefanie Koj und Anne Matthes (v.l.) war der Sieg kein Selbstläufer.
Harte Arbeit: Für die VSV-Spielerinnen Anika Zülow, Stefanie Koj und Anne Matthes (v.l.) war der Sieg kein Selbstläufer. © Foto: Moritz Franke
Steffen Kretschmer / 04.03.2019, 11:00 Uhr
Oranienburg (MOZ) Der Kampf um die Meisterschaft in der 3. Volleyball-Liga ist weiter offen. Für Robert Hinz, Trainer des VSV Havel Oranienburg, allerdings nur vom Papier her. Zwar setzten sich seine Spielerinnen im Heimspiel gegen den SC Alstertal-Langenhorn mit 3:1 durch, doch auch Spitzenreiter Rotation Prenzlauer Berg ließ einmal mehr nichts anbrennen (3:0).

Und das ausgerechnet beim BBSC Berlin II, der dadurch auf Platz vier abrutschte. Für Hinz war dieses Duell so etwas wie die letzte Chance, dass Rotation Federn lassen könnte. „Wir werden in den verbleibenden beiden Spielen alles dafür geben, sechs Punkte zu holen. Platz zwei ist uns sicher, aber ich bin trotzdem der Meinung, dass es für Platz eins leider nicht mehr reicht“, sagt der VSV-Trainer.

Und falls es am Ende doch noch irgendwie mit dem Titel klappen sollte, ein Aufstieg, wie er vor einigen Wochen mal zur Debatte stand, ist bei den Oranienburgerinnen kein Thema mehr. „Von der sportlichen Leistung her hätten wir in dieser Saison das Momentum gehabt“, ist sich Robert Hinz sicher. Wenige Tage vor dem Ende der Spielserie sei dennoch vieles zu kurzfristig gewesen, um ein mögliches Engagement in der 2. Liga auf den Weg zu bringen. Dies fange bei den Planungen für den Kader an und ende bei der Suche nach ausreichend Unterstützern für ein solches Projekt.

Dabei hat der VSV Havel auch registriert, was direkt neben der eigenen Spielstätte passiert. Hallennachbar Oranienburger HC hat in der vergangenen Woche offen kundgetan, dass es mittelfristig mindestens einen Aufstieg in die 2. Bundesliga, wenn nicht sogar ins Handball-Oberhaus geben soll. Dass es zwischen beiden Vereinen mit höherklassigen Ambitionen eine Partnerschaft geben könnte, wagt Hinz zu bezweifeln. Und so könnte die Umsetzung eines Aufstieges für den VSV „problematisch“ werden, „da ortsansässige Sponsoren sicher den OHC unterstützen und für uns dann wenig vom Kuchen übrig bleibt“.

In den kommenden Wochen geht es für Havel zunächst nach Kiel und dann mit einem Heimspiel gegen Eimsbüttel weiter. Ob dieser letzte Auftritt der Saison vor eigener Kulisse auch gleichzeitig sein Abschied sein werde, lässt Robert Hinz noch offen. „Meine erste Option bleibt der VSV und ich würde gerne bleiben“, sagt der Trainer. Gleichzeitig gibt er aber auch offen zu, „dass ich das nur im leistungsorientierten Sport auf dem für mich höchsten Niveau machen werde“. Soll heißen: Hinz hofft, dass der VSV erneut eine konkurrenzfähige Mannschaft aufstellen kann. „Ob der Kader aber zusammenbleibt, müssen wir abwarten. Deshalb steht auch noch nicht fest, ob ich weiter mache. Das wird sich im Sommer zeigen.“ (skr)

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