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Plastikmüll
FDP reicht die gelbe Tonne nicht

Seine Zeit ist bald abgelaufen. Auf dem gelben Sack soll in Oberhavel die gelbe Tonne folgen. Die FDP will noch mehr.
Seine Zeit ist bald abgelaufen. Auf dem gelben Sack soll in Oberhavel die gelbe Tonne folgen. Die FDP will noch mehr. © Foto: Burkhard Keeve
Burkhard Keeve / 13.03.2019, 16:56 Uhr - Aktualisiert 13.03.2019, 22:55
Oberhavel (MOZ) Geht es nach der Kreisverwaltung wird ab 2020 der gelbe Sack aus dem Straßenbild Oberhavels verschwinden. Als Ersatz soll die gelbe Tonne dienen. So sieht es ein Kreistagsbeschluss vor, der auf der heutigen Sitzung auf der Tagesordnung steht. Die FDP will aber noch einen Schritt weitergehen und stellt einen entsprechenden Änderungsantrag.

Die beiden liberalen Abgeordneten Christian Erhard und Ralf Niedergesäß möchten aus der gelben Tonne eine Wertstofftonne machen, in der noch mehr landen soll als Verpackungsabfälle wie Yoghurtbecher, Zahnpastatuben, Konservendosen, Nudeltüten und Styroporverpackungen von Elektrogeräten. Die FDP schlägt vor, dass in diese neue Wertstofftonne auch "stoffgleiche Nichtverpackungen" geworfen werden können, wie zum Beispiel Kleiderbügel, Blumenübertöpfe oder kaputtes Plastikspielzeug.

Die liberalen Abgeordneten sind davon überzeugt, dass ihre neue Wertstofftonne "den Restmüll von verwertbaren Rohstoffen entlasten und somit nachhaltig" machen würde. Denn noch immer lande zu viel Metall und Ähnliches im Restmüll. Schon jetzt befürchtet auch Oberhavels Müllentsorger, die Abfallwirtschaftsunion Oberhavel (AWU), dass mit der gelben Tonne das Risiko steigt, hierüber Hausmüll zu entsorgen, um Gebühren zu sparen. Die Einführung der FDP-Tonne sei "nahezu kostenneutral möglich", heißt es dem Antrag nach. Und weiter: Andere Landkreise hätten "im Schnitt Mehrkosten pro Jahr und Haushalt von vier Euro errechnet". (bu)

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