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Schulserie
Eine schwere Entscheidung: Ausbildung oder Studium?

Janica Rühle
Janica Rühle © Foto: OGA
Janica Rühle / 15.03.2019, 13:51 Uhr - Aktualisiert 15.03.2019, 14:18
Oranienburg (Janica Rühle) Ein erfolgreich abgeschlossenes Abitur bedeutet heutzutage fast immer, dass darauf ein Studium folgt. So studieren momentan vier von fünf Abiturienten. Seit 2013 übersteigt die Zahl der Studienanfänger jedes Jahr aufs Neue die der Auszubildenden, und es sieht auch nicht so aus, als würde sich diese Studienbegeisterung in nächster Zeit legen. Ein großer und entscheidender Faktor hierbei ist die besondere gesellschaftliche Anerkennung, die eine akademische Ausbildung mit sich bringt. Ein Studium schütze vor Arbeitslosigkeit schützte und garatniere ein besseres Gehalt, heißt es oft.

Einige befragte Schüler des Louise-Henriette-Gymnasiums schließen sich dieser Sicht an und sehen in einem Studium den Grundstein für eine sichere Zukunft. Eine Annahme, die nur bedingt stimmt, da ein Arzt besser verdient als ein Einzelhandelskaufmann. Allerdings verdient ein Meister meist deutlich mehr als ein Großteil der Akademiker. Natürlich ist ein Beweggrund für das Studium auch, dass das Berufsziel nur auf diesem Weg erreicht werden kann. Allerdings werden auch oft nur solche Berufe von den Abiturienten in Betracht gezogen. Das hat Folgen. Die Universitäten werden immer voller. In beliebten Studiengänge müssen Erstsemester Vorlesungen auf dem Gang hören, weil die Hörsäle überfüllt sind.

Dennoch beschreiben viele die Studienzeit als die beste und schönste Zeit ihres Lebens. So auch Peggy Schraub, eine ehemalige Schülerin des Louise-Henriette-Gymnasiums, die sich mitten im Studium befindet. Auf die Fragen, warum sie studiert und was ihr daran besonders gefällt, antwortete sie: "Ich studiere, weil ich meinen Traumberuf nur durch ein Studium ausüben kann. Da er im wissenschaftlichen Bereich liegt, brauche ich dementsprechend das Studium. Am meisten gefallen mir die flexiblen Zeiten, da ich meinen ‚Stundenplan‘ selber zusammenstellen kann. Außerdem gibt es, anders als in der Schulzeit, größtenteils Module, die mich extrem interessieren und mir Spaß machen."

Wie Peggy Schraub entscheiden sich viele nach dem Abitur für ein Studium. Besonders die große Vielfalt der Studienfächer und Universitäten ist attraktiv für die meisten. Sie können sich in die unterschiedlichsten Studiengänge einschreiben und haben dann die Möglichkeit sich zu orientieren oder zu spezialisieren.

Wichtig ist auch: Innerhalb des Studiums lernt man, wie man sich selbst organisiert. Und man erlangt umfassende Kenntnisse zu den jeweiligen Themen eines Studiengangs. Ein abgeschlossenes Studium verschafft einem im späteren Leben zusätzlich bessere Aufstiegsmöglichkeiten.

Ein wesentlicher Minuspunkt des Studiums im Gegensatz zu einer Ausbildung ist der zeitliche Aufwand. Für den Bachelor werden durchschnittlich drei Jahre benötigt. Um den Master zu absolvieren, kommen mindestens zwei weitere Jahre dazu.

Die Finanzierung der Zeit an der Uni spielt für die Entscheidung eine sehr wichtige Rolle. Das Studium bringt einen großen Kostenaufwand mit sich, allerdings gibt es dafür auch mehrere Finanzierungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Stipendien oder Studienkredite.

Ob Studium oder Ausbildung: Bei der Entscheidung sollte man auf seine Interessen und Stärken achten, aber auch nicht unterschätzen, dass beide Wege ein hohes Maß an Motivation und Leistungsbereitschaft erfordern.

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