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Bauprojekt
Teschendorfer Kita wird ohne Treppe gebaut

Das jetzige Gebäude der Teschendorfer Kita wird freigezogen. Die neue Kita soll auf dem Spielplatzgelände gebaut werden.
Das jetzige Gebäude der Teschendorfer Kita wird freigezogen. Die neue Kita soll auf dem Spielplatzgelände gebaut werden. © Foto: Volkmar Ernst
Volkmar Ernst / 20.03.2019, 14:15 Uhr
Teschendorf (MOZ) Dass in Teschendorf eine neue Kita gebaut werden soll, ist längst beschlossene Sache. Nun geht es an die Feinplanungen, und da haben auch die Mitglieder des Ortsbeirates  ein Wörtchen mitzureden.

Besonders wichtig ist ihnen, dass es ein einstöckiger Flachbau wird, wenn möglich aus Modulen errichtet. "Treppenstufen und Kinderfüße, das passt einfach nicht zueinander", so die Begründung. Eine weitere Forderung der Kommunalpolitiker ist, dass der neue Bau behindertengerecht zugänglich sein muss, also keine Schwellen vorhanden und die Türen so breit sind, dass auch ein Rollstuhl ohne Mühe durchkommt. Denn, so die Überlegung der Beiratsmitglieder, der Bau solle auch für andere Zwecke, zum Beispiel als Wahllokal nutzbar sein. Außerdem könnte es sein, dass in der Perspektive der Babyboom abebbe und die Zahl der benötigten Kitaplätze wieder sinke. Auch dann müssten die Räume ohne große Umbauarbeiten von anderen Gruppen genutzt werden können, beispielsweise als Jugendclub oder als Treffpunkt für die Senioren. Umgekehrt sei ebenso wenig auszuschließen, dass die Zahl der Kinder weiter steige, dann könnte die Kita bei einer Modulbauweise ohne Probleme erweitert werden.

Warum es ein Neubau sein muss?, wie gefragt wurde, war schnell erklärt. Die vorhandenen Gebäude zu sanieren und vor allem an die Forderungen anzupassen, die heute an den Betrieb einer Kita gestellt werden, sei einfach zu teuer, so Beirats-Chef Michael Grüber. Allein um die obere Etage nutzen zu dürfen, müsste eine neue Decke eingezogen werden. Außerdem würde ein zweiter Treppenaufgang als Fluchtweg gebraucht. Insofern sei der Neubau schon die Alternative.

Einziges Manko, so kam der Hinweis von Einwohnern, sei die Erreichbarkeit der Kita von der Hauptstraße über die Straße am See. Kein Problem für die Kitakinder, weil die meist morgens von den Eltern mit dem Auto gebracht würden, und für die seien am Standort sogar Park-&-Kiss-Parkplätze eingeplant. Doch wie meistern die Hortkinder die enge Straße?

Tatsächlich ist die Straße am See im Bereich der Einfahrt recht schmal und wird häufig auch von Lkw benutzt. Deshalb sind dort auch nur 30 Kilometer pro Stunde erlaubt. Ein Hinweis, den die Kommunalpolitiker durchaus ernst nehmen. "Wir müssen sehen, wie wir die Einfahrt noch sicherer machen können, aber ich gehe davon aus, das Hort-, also Schulkinder den Weg von der Bushaltestelle bis zur Kita meistern werden", so Grüber weiter. Parallel soll nach Möglichkeiten gesucht werden,  den Weg sicherer zu machen. Vorstellen können sich die Kommunalpolitiker, dass jeweils nur ein Fahrzeug den Weg nutzt. Eine andere Alternative wäre ein Ringschluss in Richtung Neuer Weg. Noch reine Utopie, aber immerhin eine Grundlage für weitere Diskussionen.

Einig waren sich die Beiratsmitglieder darin, die Planungen weiter voranzubringen. Angeregt wurde, die Flächen für den Außen- und Spielbereich inklusive des sich anschließenden Bolzplatzes, der das Areal vervollständigen soll, großzügiger zu bemessen. So steht es in der Stellungnahme zu den vorliegenden Planungen.

Zahlen

■ Im neuen "Spielparadies" in Teschendorf sollen 100 bis 120 Kinder in Krippe, Kita und Hort betreut werden.

■ Etwa eine Million Euro sind für den Bau veranschlagt.

■ Dieses Jahr sollen die Planungen erfolgen. (veb)

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