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Wohncontainer
Ortsbeirat informiert sich über vermeintlich illegale Arbeiten

Machte sich vor Ort ein Bild von der Situation: Ortsvorsteherin Gundula Klatt im Gespräch mit Kemna-Bau-Mitarbeitern.
Machte sich vor Ort ein Bild von der Situation: Ortsvorsteherin Gundula Klatt im Gespräch mit Kemna-Bau-Mitarbeitern. © Foto: Marco Winkler
Marco Winkler / 21.03.2019, 17:02 Uhr
Bärenklau (MOZ) Die Bärenklauer kommen nicht zur Ruhe. Erneut gibt es Ärger im vom Autobahnausbau geplagten Dorf, der dazu führte, dass der Ortsbeirat am Donnerstag zu einem äußerst spontan einberufenen Vor-Ort-Termin auf die Tennisanlage einlud. Grund: Auf der Anlage, auf der laut Familien-Sport-Verein ein Hockey- und Familiensport-Areal entstehen soll, sollen seit einigen Tagen Erd- und Befestigungsarbeiten der Firma Kemna-Bau laufen. Die Firma ist zuständig für einen Teil des Autobahnausbaus. "Ohne Genehmigungen" werde hier gearbeitet, wie Ortsvorsteherin Gundula Klatt (BfO) mit Nachdruck betont. Das Ordnungsamt sei informiert, der Landkreis ebenfalls.

"Bei der unteren Bauaufsichtsbehörde ist hierzu kein aktueller Vorgang zu dem betreffenden Grundstück registriert", informierte Kreissprecherin Constanze Gatzke auf Nachfrage. Sie schließt allerdings nicht aus, dass eine telefonische oder noch nicht registrierte schriftliche Anzeige vorliegt. Das werde derzeit im Fachbereich geprüft. Sicher ist: Auch der Kreis will sich einen Überblick über die mutmaßlich nicht genehmigten Bautätigkeiten verschaffen. "Es wird zeitnah eine Vor-Ort-Besichtigung geben, um zu schauen, ob gegebenenfalls Handlungsbedarf besteht", so Constanze Gatzke.

Gundula Klatt und Ortsbeiratsmitglied Ulrich Rack (BfO) wollten sich vor Ort selbst ein Bild machen, um für den nächsten Ortsbeirat vorbereitet zu sein, falls Fragen aufkommen. "Wir müssen das dort rechtfertigen", sagte Rack. "Wenn alles okay ist, dann ist gut, aber uns hat das überfallen", sagte er über die Bautätigkeiten. Karsten Bohne von Kemna-Bau erklärte den Hintergrund der Bautätigkeiten. Mit dem Eigentümer der Fläche des Tennisplatzes sei ein Mietvertrag geschlossen worden. Kemna-Bau hat ein Areal aufgeschottet, um Platz zu schaffen für neun Wohncontainer, neun Wohnwagen, einen Sanitärtrakt und einen doppelten Aufenthaltscontainer. Gedacht sind die "fliegen Bauten, die nach unserer Erfahrung bisher keine Genehmigung brauchten", so Bohne, für 18 Bauarbeiter. Er warte aber jetzt die Einschätzung der Bauaufsicht des Landkreises ab. Das müssen ferner die Ortsbeiratsmitglieder. "Es soll alles niet- und nagelfest sein", sagte Gundula Klatt, die auf eine schnelle Aufklärung hofft. Bevor das nächste Problem in Bärenklau hochkochen kann.

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