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Handball
Sabrina Winkel kämpft sich nach Kreuzbrandriss zurück

Fliegt wieder durch die Strafräume: Sabrina Winkel ist nach einjähriger Verletzungspause zurück.
Fliegt wieder durch die Strafräume: Sabrina Winkel ist nach einjähriger Verletzungspause zurück. © Foto: Karsten Schirmer
Stefan Zwahr / 30.03.2019, 08:00 Uhr
Oranienburg (MOZ) Oranienburg. Über Jahre war sie in der höchsten Liga Brandenburgs eine Leistungsträgerin der TSG Liebenwalde, spielte dann sogar in der Ostsee-Spree-Liga. Derzeit freut sich Sabrina Winkel schon über Kurzeinsätze. Ein Kreuzbandriss setzte die 32-Jährige für ein Jahr außer Gefecht.

Im Februar 2018 hat sie sich in einem Trainingsspiel des Oranienburger HC, dem sie sich ein gutes halbes Jahr zuvor angeschlossen hatte, das Kreuzband im rechten Knie gerissen. Nach der zeitnahen Operation verlief der Heilungsverlauf nicht reibungslos. "Ich hatte Schmerzen, bin nicht in die Streckung und Beugung gekommen. Darum gab es im Oktober einen zweiten Eingriff, bei dem Vernarbungen und Einblutungen entfernt wurden."

Sabrina Winkel, die in der ersten Klasse den Weg zum Handballverein in Liebenwalde fand und in der Ackerbürgerstadt im Jugendbereich auch vier Jahre Fußball spielte, spricht von einer schweren Zeit. "Es ging mir bescheiden schön", sagt die Oranienburgerin, die als Heilpädagogin im Integrations-Kindergarten Hennigsdorf arbeitet. Sie räumt ein, sich Gedanken über das Ende ihrer sportlichen Laufbahn gemacht zu haben. "Ich habe schon überlegt, ob ich überhaupt noch mal angreife." Sie habe lange nachgedacht.. "Am Ende konnte ich nicht aufhören. Handball spielte in meinem Leben immer eine Rolle. So sollte nicht mein Karriereende sein."

Allein durch das Physio-Programm habe sie während der verletzungsbedingten Pause immer Sport gemacht. "Ich bin dann auch recht früh wieder zum Training gegangen, um dort an der Seite meine Übungen zu machen. Ich wollte einfach bei der Mannschaft sein." In das Team-Training stieg Winkel nach der vierwöchigen Reha ein. "Das war im Februar." Am Comeback arbeitete sie in enger Absprache mit Trainer Dirk Klasen. "Wir waren dabei immer einer Meinung. Klar war, dass ich entscheide, wann der richtige Zeitpunkt ist, um wieder zu spielen."

Ihren ersten Einsatz hatte Sabrina Winkel am 17. März im Brandenburgliga-Spiel gegen den Lausitzer HC Cottbus. Fünf Minuten stand sie auf der Platte, erzielte sogar ein Tor. An der 19:26-Niederlage änderte das zwar nichts, die Handballerin war dennoch happy. "Es war ein tolles Gefühl. Ich muss aber gestehen, dass ich sehr aufgeregt war. Es ist schön, wieder mit der Mannschaft auf dem Feld zu stehen, die Höhen und Tiefen live mitzuerleben." Ein Spiel von der Bank mitverfolgen zu müssen, sei schwierig. Am vergangenen Sonnabend kam Winkel schon auf zehn Minuten, steuerte zwei Treffer zum 28:24-Sieg beim HSV Falkensee zu. Ein Tor erzielte sie dabei vom Siebenmeter-Punkt. "Und das per Heber."

Drei Spiele stehen für die Oranienburger Frauen in dieser Saison noch an. Sabrina Winkel, die in der Saison 2016/17 für Hermsdorf in der Ostsee-Spree-Liga spielte, will dann noch ein paar Minuten sammeln. "Mehr Spielanteile möchte ich noch nicht. Der Aufbauprozess ist noch nicht abgeschlossen. Ich will neben der Physio weiter mittrainieren." Ziel sei es, in der Vorbereitung auf die neue Saison wieder voll anzugreifen. "Ich hoffe, dass ich dann wieder richtig fit bin."

Fauxpas in der Anfangsminute

Kurioser Start der Oranienburger Handballerinnen: Im Brandenburgliga-Auswärtsspiel beim HSV Falkensee begannen die Kreisstädterinnen mit acht statt der erlaubten sieben Spielerinnen.

Unbemerkt blieb das nicht. So gab es eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Oranienburg. Falkensee nutzte die Überzahl und legte ein 2:0 vor.

Der OHC sortierte sich und führte in der 17. Minute souverän mit 10:4. Danach häuften sich Unkonzentriertheit und Fehler im Entscheidungsverhalten (10:8, 13:10).

Nach der Pause dauerte es einige Minuten, bis Oranienburg ins Spiel fand (35./13:13). Danach gab es starke Abwehraktionen und gute Kombinationen. Ergebnis: 28:24⇥(sz)

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