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Auszeichnung
Goethe-Preis geht an zwei Flatower Jungs

Der Angler und der Fußballer: Max Reiser (links) wirft nach der Schule gern die Angel in den Dorfteich, Jonas Alpers geht stattdessen lieber in Kremmen auf Torjagd. Beide wurden am Freitag für schulisches Engagement ausgezeichnet.
Der Angler und der Fußballer: Max Reiser (links) wirft nach der Schule gern die Angel in den Dorfteich, Jonas Alpers geht stattdessen lieber in Kremmen auf Torjagd. Beide wurden am Freitag für schulisches Engagement ausgezeichnet. © Foto: Marco Winkler
Marco Winkler / 13.04.2019, 13:36 Uhr
Kremmen (MOZ) Zwei Flatower Jungs wurden am Freitag in der Kremmener Goethe-Grundschule mit dem diesjährigen Goethe-Preis für besondere Leistungen ausgezeichnet. Jonas Alpers (12) und Max Reiser (13) konnten ihr Glück kaum fassen.

Seine Entwicklung vom unsicheren Erstklässler zum feinfühligen Gerechtigkeitskämpfer sei erstaunlich, lobte Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) in seiner Laudatio Max Reiser. "Die meisten schauen weg, ich gehe dazwischen", sagte der Sechstklässler. Er schlichtete – wenn er nicht mit Freunden am Dorfteich angeln war – Streitigkeiten auf dem Schulhof. Fuß fassen will der begeisterte Holzschnitzer in einem handwerklichen Beruf. Auch wenn ihm das Rechnen etwas schwer falle, sei er in seiner Klasse akzeptiert. Ein Fakt, der auch auf den zweiten Gewinner des Tages, Jonas Alpers, zutrifft. Er falle durch seine freundliche Art auf, so der Rathauschef, und durch sein überzeugendes Spiel als Goethe zu Einschulungsfeiern. "Das ist schon ziemlich cool, aber auch schwer", sagte der zwölfjährige Fußballer. "Einmal hatte ich nur einen Tag Zeit, um den ganzen Text zu lernen." Wie Max, setzt sich auch Jonas für die Interessen seiner Mitschüler ein.

Der Goethe-Tag ist einer der Höhepunkte im Schuljahr. Die Trommler von Jörg Giuliani haben ihren Auftritt, der Schulchor singt. Tradition hat zudem das Theaterstück. Titel in diesem Jahr: Goethes Geister. Die tauchen in dem Stück auf, besuchen ihren Schöpfer und fragen, warum sie in seinen Stücken sterben müssen. "Im Sturm und Drang geht es eben heiß her", antwortet Goethe und schreibt dann doch den Erlkönig familienfreundlich und ohne Todesfall um. Ein äußerst kreatives Stück bekamen die Schüler und geladenen Gäste zu sehen.

Ebenfalls sichtbar ist eine Neuerung auf dem Schulhof, die von ihren Machern erklärt wurde. Das "Haus der Streitschlichter" – eine ehemalige Überdachung für Einkaufswagen – ist ein Ort, in dem die sieben frisch ausgebildeten Schlichter nun ihre Gespräche führen können. Sitzhocker haben die Schüler selbst gebaut. "Nach den Osterferien sind die Schlichter für euch da", sagte Schulsozialarbeiterin Angela Krajewski. Die Idee fürs Haus hatte Lehrerin Gudrun Grimm, der "kreative Motor der Schule", wie Direktorin Annette Borchert lobte. Realisiert wurde das Projekt von einer Gruppe Schülern mit Förderbedarf, die so praxisnah Unterrichtsinhalte erlernen konnten.

Die fleißigsten Leser des Jahres

Voller Traditionen steckt der Goethe-Tag in Kremmens Grundschule. Eine davon ist die Auszeichnung von besonders fleißigen Lesern.

Bibliothekarin Anita Kißner freute sich, dass die Kinder immer wieder den Weg zur an die Schule angeschlossenen Kinderbibliothek finden.

Vier Kinder wurden am Freitag mit einer Urkunde auszeichnet. Sie hatten vom Mai 2018 bis April 2019 die meisten Bücher ausgeliehen.

Platz eins sicherte sich mit 27 Büchern Lena Großmann. Yasmin Pollat hatte 16 Bücher ausgeliehen, Hannah Bathe 14. Platz vier mit 13 Büchern ging an Nils Hindemith.⇥win

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