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Gedenken
Woidke fordert neue Erinnerungskultur

Würdiger Abschluss der Gedenkveranstaltung: Am Monument "Die Tragende" legte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke am Sonntag ein Blumengebinde nieder.
Würdiger Abschluss der Gedenkveranstaltung: Am Monument "Die Tragende" legte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke am Sonntag ein Blumengebinde nieder. © Foto: Wolfgang Gumprich
Wolfgang Gumprich / 15.04.2019, 06:00 Uhr
Ravensbrück Es war wohl der erhabenste Moment während der Gedenkstunde zum 74. Jahrestag der Befreiung des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück: Kantor Issak Sheffer sang mit Inbrunst auf Hebräisch ein Gebet. Es war eine Aufzählung der Tötungsstätten: Treblinka, Madjanek, Bergen-Belsen-Dachau, Auschwitz, Sachsenhausen, Ravensbrück.

Wie konnte es passieren, fragte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in seiner Rede, dass aus einem kleinen Ort die "Hölle am Schwedtsee" werden konnte. Es sei kein Zeitgeist, kein Schicksal gewesen. Die Menschen seien Opfer eines Systems geworden, das Hungerstod, Experimente und grausamste Gewalt zuließ, so Woidke. Dass die ehemaligen Häftlinge und deren Nachfahren in der dritten Generation immer wieder an diesen Ort zurückkommen, das sei eine Geste der Menschlichkeit, die Vorbildwirkung hat. Der Ministerpräsident regte eine neue Art der Erinnerungskultur in ihrer ganzen Vielfalt an, in der aus Opfern wieder Mütter, Frauen und schlichtweg Menschen werden.

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