Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Musik zum Fußball
"Ein Team, ein Ziel": Der OFC hat nun eine Vereinshymne

Stefan Zwahr / 14.05.2019, 16:43 Uhr - Aktualisiert 14.05.2019, 16:57
Oranienburg (MOZ) Von der Idee bis zur Umsetzung vergingen nur wenige Monate. Am Sonnabend präsentierte der Oranienburger FC Eintracht im Rahmen des Heimspiels gegen den SV Falkensee-Finkenkrug (2:2) seine neue Vereinshymne. Stadionsprecher Ralf Leiskau spielte den 3:50-Minuten-Song vor der Partie ab  und in der Halbzeitpause noch einmal. "Die Eltern aus dem Nachwuchsbereich müssen die Hymne vorher schon gehört haben. Sie sangen mit", berichtet der Technische Leiter des Vereins. Auch dieser fand schnell Gefallen an dem Werk. "Die Melodie prägt sich schnell ein und der Text ist einfach zu merken."

"Es muss die Leute mitnehmen"

Das war Wolfgang Kettner wichtig. Der stellvertretende Vorsitzende des OFC hatte vor einem guten Vierteljahr die Vereinssong-Idee. Da mit seinem Sohn Paul Horschel ein Musikproduzent zur Familie gehört, war der Auftrag schnell erteilt. "Er sollte sich was einfallen lassen." Mit dem Ergebnis war der Funktionär zufrieden. "Das Lied ist modern, hört sich gut an und ist leicht aufzunehmen. Das war wichtig. Es muss die Leute mitnehmen."

Horschel, der in seiner Freizeit seit 20 Jahren Musik macht und über Jahre mit einer Hip-Hop-Band unterwegs war, fungierte als Komponist und Texter. "Es ist meine erste Vereinshymne." Vor Probleme habe ihn die Anfrage nicht gestellt. "Ich mache schon ein paar Jahre Musik und kann verschiedene Genres bedienen." Eine OFC-Vergangenheit hat der 34-Jährige nicht. "Ich bin kein Fußballfan, der zu jedem Spiel rennt. Aber mich begeistert diese Sportart schon. Ich schaue viele Spiele und habe damit den nötigen Bezug." Kettner: "Ich habe ihn dazu bewegt, es für den Verein zu machen. Paul machte sich schlau über die Geschichte, setzte sich hin und schrieb." Eigentlich habe es schnell funktioniert. "Ich habe mir die Hymnen der Bundesligisten angehört und wusste, in welche Richtung es gehen muss. Der Rest ging flott und geschah aus dem Bauch heraus." Das Urteil des Vaters: "Er hat es gut gemacht."

Zunächst wurde der Song (der von "Lets Go Radio" produziert wurde) von der Familie abgesegnet, dann einigen Leuten beim OFC präsentiert. "Eigentlich war gar nicht geplant, dass die Hymne nun schon an die Öffentlichkeit kommt", spricht Leiskau von einer Eigendynamik. Am Wochenende wurde das Werk in WhatsApp-Gruppen verbreitet. Ab Freitag soll es zudem im Internet unter anderem bei YouTube abrufbar sein. "Weil wir auch viele ältere Fans haben, werden auch CDs produziert", so Kettner. Und auch ein Video wird es geben. Am Sonnabend wurden für den Clip Aufnahmen gemacht. Horschel: "Wir haben ein paar Eindrücke vom OFC einfangen." Das Ergebnis soll bei der Saisonabschlussfeier am 15. Juni zu sehen sein. Ralf Leiskau hat den Song bereits in sein Potpourri aufgenommen. "Die Hymne wird künftig neben ,Final Countdown’ unsere Einlaufmusik sein."

Den Künstler – der ein eigenes Label namens "M1GHTY" hat und seit zehn Jahren für einige YouTuber schreibt – freut es, dass sein Stück Anklang findet. "Es geht darum, eine zeitlose Hymne zu schaffen, die eingängig ist, mitzieht und motiviert. Jeder muss mitsingen können und wollen."

Der Songtext im Wortlaut

Wir sind nicht die Größten, doch sind immer voll dabei. Tradition und Kampfgeist seit 1901. Zusammen eine Eintracht und nach vorne soll es gehen. Auch die schweren Tage sind für uns gar kein Problem. Das Wappen auf der Brust, so bleiben wir am Ball. Heilig unser Rasen, unser Team ist unser Halt. Ohne einen Punkt wollen wir nicht nach Hause gehen. Also stehen wir auf und singen, bis es jeder hier versteht.

Wir sind der OooFC. Und wir singen "Ole Ole". Schwarz, Rot, Blau und Weiß. Seit 1901. Wir sind der OooFC. Und wir singen "Ole Ole". Schwarz, Rot, Blau und Weiß. Seit 1901.

Wir geben heute alles und so kommen wir voran. Wir stehen als ein Team und so schaffen wir es dann. Kommt der Ball ins Rollen, stoßen wir zusammen an. Und wir zeigen allen, was die Eintracht alles kann. Das Wappen auf der Brust und darauf sind wir stolz, heilig unser Club und unser Herz aus Gold. Wenn die Leute fragen "Sag, wie heißt euer Verein?", sagen wir "Der OFC ist für die Meisterschaft bereit."

Wir sind der OooFC. Und wir singen "Ole Ole". Schwarz, Rot, Blau und Weiß. Seit 1901. Wir sind der OooFC. Und wir singen "Ole Ole". Schwarz, Rot, Blau und Weiß. Seit 1901.

Wir sind der OFC. Ein Team. Ein Ziel. Unser Herz schlägt für das Spiel, wir sind der OFC. Ein Team. Ein Ziel. Unser Herz schlägt für das Spiel, wir sind der OFC

Ein Team, ein Ziel. Ein Team, ein Ziel. Ein Team, ein Ziel. Ein Team.

Wir sind der OooFC. Und wir singen "Ole Ole". Schwarz, Rot, Blau und Weiß. Seit 1901. Wir sind der OooFC. Und wir singen "Ole Ole". Schwarz, Rot, Blau und Weiß. Seit 1901.

Ein Team, ein Ziel. Mein Herz schlägt für das Spiel. Wir sind der OooFC. Ein Team, ein Ziel. Mein Herz schlägt für das Spiel. Wir sind der OooFC. Ein Team, ein Ziel. Ein Team, ein Ziel. Ein Team!

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG