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Kommunalwahlen
Stechliner Kandidaten erklären sich den Bürgern

Stellten sich den Fragen der Stechliner: die Bürgermeisterkandidaten Michael Curio (links) und Roy Lepschies (rechts). Der scheidende Bürgermeister Wolfgang Kielblock (Zweiter von rechts) und sein Vize Dr. Diethelm Ronneberger moderierten.
Stellten sich den Fragen der Stechliner: die Bürgermeisterkandidaten Michael Curio (links) und Roy Lepschies (rechts). Der scheidende Bürgermeister Wolfgang Kielblock (Zweiter von rechts) und sein Vize Dr. Diethelm Ronneberger moderierten. © Foto: Matthias Henke
Matthias Henke / 15.05.2019, 14:15 Uhr
Stechlin (MOZ) Erfahren, welche Gesichter sich hinter den Namen auf der Kandidatenliste verbergen, konnten die Stechliner am Montagabend in der Regionalwerkstatt am Menzer Friedensplatz. Immerhin 22 der 28 Gemeinderatskandidaten und die beiden Aspiranten für das Bürgermeisteramt, Michael Curio (WG Begegnungsstätte Stechlin) und Roy Lepschies (WG Heimatverein/ Dollgower Bürger) stellten sich vor. Fragen aus dem Publikum wurden jedoch nur an letztere gerichtet. Das waren einige der Themen:

Transparenz/ Kommunikation

An der Gepflogenheit, dass der Bürgermeister im Informationsblatt der Gemeinde über aktuelle Geschehnisse informiert, wollen Curio und Lepschies festhalten. "Das ist eine informative Sache für alle Bürger", betonte Lepschies knapp. Curio ging weiter. Er möchte, dass die Ratssitzungen dort mehr Raum einnehmen, zum Beispiel auch im Veranstaltungskalender Erwähnung finden. "Manchmal sind da ja einige Leute, manchmal bin ich da aber alleine als Gast, das hat mich erstaunt", so Curio, der sich auch vorstellen kann, in allen drei Ortsteilen als Bürgermeister regelmäßig Sprechstunden anzubieten. "Ansonsten bin ich auch unterwegs jederzeit ansprechbar." Das wollte sich auch Roy Lepschies zu eigen machen. Hinsichtlich der Bürgersprechstunde müsse aber stetig überprüft werden, wie diese angenommen werde. Wenig Sinn mache es, zu warten und niemand komme, so Lepschies weiter. Curio betonte, dass nicht allein der ehrenamtliche Bürgermeister Ansprechpartner für die Bürger sei, es gebe auch Ortsbeiräte und Gemeindevertreter. Dass die bislang nicht mit Foto und Telefonnummer im Ratsinformationssystem gelistet sind, sei bedauerlich. Das gehöre für ihn zur Kommunikation und Transparenz dazu. Applaus brandete im Publikum daraufhin auf.

Dorfverein/Alte Schule

Die Alte Schule habe sich als Treffpunkt etabliert. Er werde jede Initiative zur Weiterentwicklung unterstützen – in Zusammenarbeit mit den Gemeindevertretern, sagte Michael Curio. "Es geht nicht nur um den Dorfverein", ergänzte Lepschies. Zwar wolle er sich für dessen Ansinnen grundsätzlich verwenden, doch alle Vereine – wichtige Ankerpunkte im Zusammenleben der Menschen – gehörten unterstützt.

Wolfsfreie Zone

Davon, den im vergangenen Jahr gefassten Beschluss, die Gemeinde Stechlin zur "wolfsfreien Zone" zu erklären, zurückzunehmen, halten beide Kandidaten nichts. "Dem Wolf ist es egal, was wir beschließen", sagte Michael Curio. Ohnehin habe die Erklärung keine rechtliche Wirkung entfaltet. "Ich hätte den Beschluss damals nicht unterstützt. Er hat aber dazu beigetragen, dass über das Thema viel diskutiert wurde. Das ist beachtlich", sagte Curio. Roy Lepschies betonte, es sei wie bei jedem anderen Tier: Wenn die Population überhand nehme, müsse man einschreiten. Dafür erntete er Applaus aus dem Publikum.

Dorfentwicklung

An die Bemühungen der Gemeinde, in allen Ortsteilen neues Bauland auszuweisen, gelte es anzuknüpfen, so Roy Lepschies. Michael Curio gab zu Bedenken, dass der Landesentwicklungsplan die Neuausweisung neuen Baulands limitiere. Im Übrigen habe die Gemeinde ein Entwicklungskonzept für alle Ortsteile beschlossen. Ratsmitglieder und Bürgermeister seien gut beraten, dies als Grundlage ihres Handelns zu nehmen. Auch für die Bürger sei das einsehbar. "Ich habe den Eindruck, dass ist nicht bekannt genug", so Curio.

Bewerber für das Bürgermeisteramt

Roy Lepschies (WG Heimatverein/ Dollgower Bürger) ist 48 Jahre alt und wuchs in Bredereiche auf. Er lebt seit mittlerweile 21 Jahren in Dollgow, ist verheirat und hat einen Sohn. Er erlernte den Beruf des Gleisbaumaschinisten. Seit 22 Jahren ist er im Ziegeleipark Mildenberg tätig und leitet diesen nunmehr im neunten Jahr.

Michael Curio ( WG Begegnungsstätte Stechlin) ist 69 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Er kam 1985 nach Neuglobsow. Vorher war er nach zehnjähriger Arbeit und Studium als Restaurator im Museum für Deutsche Geschichte tätig. Im Mai 1990 wurde er Bürgermeister von Neuglobsow. Ab Ende der 1990er war er wieder in Berlin tätig. Seit fünf Jahren ist Curio Rentner und lebt wieder in Neuglobsow.⇥red

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