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Buchvorstellung
Judenfeindlichkeit im Unterricht

Mit einer Botschaft unterwegs: Der deutsch-israelische Publizist Arye Sharuz Shalicar (links) konnte auch Stunden vor der Zeugnisausgabe und den Sommerferien die Schüler des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums Oranienburg für das schwere Thema Antisemitismus interessieren. Mit ihnen diskutierte er auch über Juden-Witze.
Mit einer Botschaft unterwegs: Der deutsch-israelische Publizist Arye Sharuz Shalicar (links) konnte auch Stunden vor der Zeugnisausgabe und den Sommerferien die Schüler des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums Oranienburg für das schwere Thema Antisemitismus interessieren. Mit ihnen diskutierte er auch über Juden-Witze. © Foto: Burkhard Keeve
Burkhard Keeve / 20.06.2019, 07:00 Uhr
Oranienburg (MOZ) Arye Sharuz Shalicar ist nur für zwei Tage in Deutschland. Dienstag war der Berater des israelischen Außenministers Israel Katz noch in New York. Über Tel Aviv flog er dann nach Berlin, um am Mittwochmorgen Schülern des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums Oranienburg und am späten Nachmittag in der Stadtbibliothek sein neues Buch vorzustellen. Das allerdings als Privatperson und Publizist und nicht als Mitarbeiter der israelischen Regierung. Ganz gelungen ist ihm dieser Spagat nicht. Dazu später mehr.

Arye Sharuz Shalicars zweites Buch "Der neu-deutsche Antisemit. Gehören Juden heute zu Deutschland?" versteht er selbst als eine persönliche Analyse. Genau damit verschafft sich der Deutsch-Israeli auch am letzten Schultag noch Gehör, wenn er darüber erzählt, was er als 13-Jähriger im Wedding erlebt hat, wo er als Jugendlicher aufwuchs (siehe Hintergrund).

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Lebenslauf

Arye Sharuz Shalicar wird 1977 als Sohn persisch-jüdischer Eltern in Göttingen geboren. Er wächst aber in Berlin auf.

Mit 13 Jahren zieht die Familie von Spandau in den Wedding. Dort wird der Gymnasiast monatelang von muslimischen Mitschülern antisemitisch angegriffen.

Der Jugendliche lernt dann aber einen arabischen Moslem kennen, der zu einem der größten Clanfamilien Berlins gehört. Die Attacken auf ihn hören dadurch schlagartig auf.

Er schließt sich der kriminellen Szene an, wird unter anderem Mitglied der "Black Panthers" und gründet schließlich selbst die deutschlandweit berüchtigte Grafftigang "Berlin Crime".

"Dieses Leben endet im Tod oder im Knast", wird Arye Sharuz Shalicar irgendwann klar. Er macht sein Abitur, geht zur Bundeswehr und entscheidet sich, Deutschland zu verlassen, "um woanders als Jude sicher zu leben".

2001 zieht er nach Israel, absolviert dort den Militärpflichtdienst. Danach studiert er.

2009 bis 2016 ist er offizieller Militär-Sprecher in Israel. Seit Anfang 2017 ist er Direktor für Auswärtige Angelegenheiten im Ministerium für Nachrichtendienste im Büro des israelischen Ministerpräsidenten.⇥bu

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