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Neuer Wachschutz für Gedenkstätten Sachsenhausen und Ravensbrück

In den Gedenkstätten Ravensbrück und Sachsenhausen ist seit Montag ein neuer Wachdienst tätig. Der früheren Firma war gekündigt worden.
In den Gedenkstätten Ravensbrück und Sachsenhausen ist seit Montag ein neuer Wachdienst tätig. Der früheren Firma war gekündigt worden. © Foto: Klaus D. Grote
Klaus D. Grote / 01.07.2019, 14:30 Uhr
Oranienburg (MOZ) Am Montag hat die Firma SSB Wachdienst Oranienburg die Wachschutzaufgaben in den Gedenkstätten Sachsenhausen und Ravensbrück übernommen.. Die Firma sei nach einem aufwändigen Ausschreibungsverfahren ausgewählt worden, teilte Stiftungssprecher Horst Seferens mit. Dabei hätten auch Referenzen von dritter Seite eine wichtige Rolle gespielt.

Im Februar war durch Medienberichte bekannt geworden, dass der bisherige Wachdienst ein Subunternehmen aus Cottbus beauftragt hatte, in dem Mitarbeiter aus der rechtsextremen Szene beschäftigt sind. Das hatte unter anderem bei Opferverbänden und dem Zentralrat der Juden in Deutschland für Bestürzung gesorgt. Nach einer juristische Prüfung durch die Stiftung wurde der Vertrag mit dem Unternehmen im April aufgelöst und die Aufgabe neu ausgeschrieben.

Drei Monate Probezeit

Stiftungsdirektor Axel Drecoll sagte dazu: "Nach den im Februar bekannt gewordenen schwerwiegenden Vertragsverletzungen des bisherigen Wachschutzes haben wir bei der Ausschreibung und im Vertragstext die Verpflichtung des neuen Wachschutzunternehmens auf den besonderen Charakter der Gedenkstätten und ihren gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Demokratiefeindschaft gerichteten Bildungsauftrag in aller Deutlichkeit festgeschrieben." Alle Mitarbeiter der Firma SSB Wachdienst, die in den Gedenkstätten eingesetzt werden, sowie die Firmenleitung seien im Vorfeld vom Verfassungsschutz überprüft worden. Der Vertrag hat eine Laufzeit von vier Jahren und sieht eine dreimonatige Probezeit vor.

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