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Sauberkeit
Fast 1000 Bürger unterschreiben Müllpetition

Bedanken sich bei 918 Unterstützern: Toni Aschersleben und Melanie Mielsch hatten die Müllpetition für eine saubere Innenstadt nach Pfingsten gestartet.
Bedanken sich bei 918 Unterstützern: Toni Aschersleben und Melanie Mielsch hatten die Müllpetition für eine saubere Innenstadt nach Pfingsten gestartet. © Foto: privat
OGA / 12.08.2019, 11:49 Uhr
Oranienburg (MOZ) Die Frist für die Unterzeichnung der Oranienburg Müllpetition ist abgelaufen. Fast 1000 Bürger haben sie unterschrieben. Die Initiatoren Melanie Mielsch und Toni Aschersleben zeigen sich zufrieden. Mit Vertretern der Oranienburger Parteien und einigen Innenstadthändlern gab es inzwischen einen Runden Tisch zum Thema. Die Petition soll nun an Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos) weitergereicht werden.

"Wir sind sehr erfreut über das Ergebnis der Petition", erklärten Melanie Mielsch und Toni Aschersleben einer am Sonntagabend verbreiteten Stellungnahme. Bis zum Wochenende hatten Bürger die Möglichkeit, die auf dem Internetportal OpenPetition hinterlegte Online-Petition virtuell zu unterzeichnen. Am Ende wurden 918 Unterstützer gezählt, darunter 708 Oranienburger. Rechtsverbindlich ist sie nicht.

Mielsch und Aschersleben hatten die Petition gestartet, nachdem an den langen Himmelfahrts- und Pfingstwochenenden in diesem Jahr Teile der Oranienburger Innenstadt im Müll versanken, weil die öffentlichen Abfalleimer übergelaufen waren. Betroffen waren vor allem der Bahnhofsvorplatz, die Schulstraße und sowie einige Badewiesen am Lehnitzsee. Die Stadt, die vor allem an den Wochenenden viele Touristen anlocke, dürfe sich so nicht länger präsentieren, meinten die beiden.

Die Initiatoren hatten nicht nur mehr und bessere Mülleimer gefordert, sondern auch einen Runden Tisch, an dem Kommunalpolitiker, Verwaltung und Gewerbetreibende über Lösungen für die Zukunft nachdenken sollten. Ein erstes Treffen hat nach Auskunft von Melanie Mielsch und Toni Aschersleben nun bereits im "Kellerkind" im Oranienwerk stattgefunden. Oranienburgs Geschäftsstraßenmanager Stefan Wiesjahn hat dort laut dem dieser Zeitung vorliegenden Protokoll eine "dem Besucherstrom angepasste Ausstattung" mit Mülleimern, Bänken und Toiletten bei der Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes angeregt. Aus Gesprächen wisse er, dass die Innenstadthändler mit der Situation genauso unzufrieden seien wie viele Bürger. Auch der Betreiber der Subway-Filiale in der Schulstraße, Benjamin Goepel, wünschte sich, den zunehmenden Tourismus bei der Bedarfsplanung für neue Stadtmöbel zu berücksichtigen.

Handlungsbedarf sehen auch mehrere Stadtverordnete. Ulrike Dölle von den Bündnisgrünen forderte in der Runde, neben Mülleimern auch Schilder aufzustellen, die zu mehr Achtsamkeit zu appellieren. Es gehe auch darum, Müll zu vermeiden. Antje Wendt (Freie Wähler) forderte, auch am Wochenende Personal für die Leerung überfüllter Abfalleimer zur Verfügung zu stellen. Zudem müsse deutlicher gemacht werden, welche Bußgelder bei der Vermüllung der Stadt drohen. Der AfD-Vertreter Hans Gutschmidt forderte beim Runden Tisch eine Verschärfung des Bußgeldkataloges und einen "Müllfahnder".

Ralph Bujok von den Linken forderte mehr Zivilcourage gegenüber Müllsündern und kündigte an, die unterschiedlichen Initiativen zusammenführen zu wollen. Dazu gehört auch eine Aktion des Friedrichsthalers Patrick Rzepio, der die Initiative "Spielplätze säubern" gestartet hat und dafür über die Oranienburger Facebook-Gruppen weitere Unterstützer sucht.

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