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Bereitschaftsdienst
Erste Arztpraxis, die nur abends und am Wochenende offen hat

Wegweiser zur neuen Bereitschaftspraxis: Die Hohen Neuendorfer Ärztin Jacqueline Wilke hat in Oranienburg den ersten Dienst übernommen. Wegbereiter für das Angebot sind Andreas Schwark (KVBB) und Klinikleiter Detlef Troppens (li.)
Wegweiser zur neuen Bereitschaftspraxis: Die Hohen Neuendorfer Ärztin Jacqueline Wilke hat in Oranienburg den ersten Dienst übernommen. Wegbereiter für das Angebot sind Andreas Schwark (KVBB) und Klinikleiter Detlef Troppens (li.) © Foto: Burkhard Keeve
Burkhard Keeve / 12.08.2019, 20:21 Uhr
Oranienburg (MOZ) Plötzlich am Wochenende krank werden, wenn alle Praxen der niedergelassenen Ärzte geschlossen sind? Seit Montag, 19 Uhr, gibt es für Oberhavel in Oranienburg eine ärztliche Bereitschaftspraxis, die auch nach Feierabend, an den Wochenende und feiertags geöffnet ist.

Mit der Oranienburger Praxis wird das Netz der ärztlichen Bereitschaftspraxen in Brandenburg immer engmaschiger. Die niedergelassene Ärztin Jacqueline Wilke aus Hohen Neuendorf übernahm den ersten Dienst in der landesweit zwölften Praxis. Bis 2020 will die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) gemeinsam mit den Krankenhäusern, dem Rettungsdienst und den Integrierten Leitstellen die Zahl der Bereitschaftspraxen auf 20 erhöhen. So ist zum Beispiel auch in Neuruppin eine solche Einrichtung für die Akut- und Notfallversorgung geplant.

Oranienburgs ärztliche Bereitschaftspraxis befindet sich in den Oberhavel Kliniken, Robert-Koch-Straße 2 bis 12. Hier erhalten Patienten medizinische Hilfe bei akuten, aber nicht lebensbedrohlichen Erkrankungen zu den Zeiten, in denen Arztpraxen in der Regel geschlossen sind.

Die KVBB betreibt die Praxis in Zusammenarbeit mit den Oberhavel Kliniken. Darüber hinaus werden Patienten aus ganz Oberhavel, die sich an die bundesweit gültige Bereitschaftsdienstnummer 116117 wenden, individuell beraten. "Alle Anrufe an die 116117 aus der Region gehen zentral in der KVBB-Koordinierungsstelle in Potsdam ein. Medizinisch geschultes Personal nimmt die Anrufe entgegen, berät die Patienten und lenkt diese in die richtige Versorgung, am häufigsten in die Bereitschaftspraxen", erläuterte am Montag Diplom-Mediziner Andreas Schwark, stellvertretender Vorsitzender der KVBB.

Lebensbedrohliche Notfälle werden auf Knopfdruck direkt an den Notruf 112, die Integrierten Leitstellen, weitergeleitet. In medizinisch dringenden Fällen erfolgt ein ärztlicher Hausbesuch.

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