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Kooperation mit AfD
CDU will Klaus Rogosky aus der Partei werfen

Klaus D. Grote / 13.08.2019, 11:47 Uhr - Aktualisiert 13.08.2019, 17:15
Oranienburg (MOZ) Die CDU Oranienburg lässt einen Parteiausschluss ihres Mitglieds Klaus Rogosky durch den Kreisverband prüfen. "Wir haben eine Sondersitzung beantragt. Außerdem wollen wir am kommenden Mittwoch mit den Mitgliedern über ein Ausschlussverfahren sprechen", sagte die CDU-Stadtverbandsvorsitzende Nicole Walter-Mundt.

Der frühere Stadtverordnete Klaus Rogosky hatte sich am Montag für die AfD-Fraktion als sachkundiger Einwohner ins zwei Fachausschüsse wählen lassen. "Wir sind über die Entscheidung von Herrn Rogosky hochgradig irritiert. Man kann nicht der Diener zweier Herren sein – einerseits Mitglied der CDU und andererseits Fraktionsmitglied der AfD. Das ist beliebig, das ist das Gegenteil von konservativ, das ist mit unserem Grundverständnis von Anstand und Loyalität nicht vereinbar", sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christian Howe am Dienstag, Rogosky habe seine Partei über seine Absicht "zu keiner Zeit in Kenntnis gesetzt". Die CDU-Fraktion habe sich deshalb bei der Wahl der sachkundigen Einwohner enthalten. Die Liste der AfD-Fraktion mit Rogosky erhielt die CDU erst am Montag.

Da auch kein Austrittsgesuch aus der CDU von Klaus Rogosky vorliege, werde ein Parteiausschluss geprüft. Rogosky hatte bereits angekündigt, die CDU nicht freiwillig verlassen zu wollen. Er bleibe bis zu einem Ausschluss in der Partei. Rokosky sagte, dass er der neuen AfD-Fraktion mit seiner Erfahrung helfen wolle. Mit der Partei habe er aber nichts zu tun. Rogosky war zehn Jahre lang CDU-Stadtverordneter, schaffte im Mai aber nicht mehr den Einzug ins Stadtparlament. Die CDU habe konservative Wähler und sechs Sitze an die AfD vergeben, begründete Rogosky seinen Schritt zur Unterstützung.

Bereits verlassen hat die CDU die frühere Bürgermeisterkandidatin Kerstin Kausche. Sie sitzt nun als sachkundige Einwohnerin für die FDP-Fraktion im Finanzausschuss. Auch das überraschte innerhalb der CDU.

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