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Die neue Chefin im Strittmatter-Gymnasium

Neustart in Gransee: Alexandra Flaig, die neue Leiterin des Strittmatter-Gymnasiums, war zuvor Vizechefin des Gymnasiums Herkenrath im Bergischen Land.
Neustart in Gransee: Alexandra Flaig, die neue Leiterin des Strittmatter-Gymnasiums, war zuvor Vizechefin des Gymnasiums Herkenrath im Bergischen Land. © Foto: Matthias Henke
Matthias Henke / 14.08.2019, 08:08 Uhr
Gransee (MOZ) Vom Rhein an die Havel, vom Westen in den Osten, von der Großstadt aufs Land – Alexandra Flaig wagt den Neuanfang. Seit Beginn des Schuljahres ist die Kölnerin Leiterin des Strittmatter-Gymnasiums Gransee und somit Nachfolgerin von Uwe Zietmann, der in den Ruhestand ging.

Geboren in Gifhorn (Niedersachsen), verbrachte sie die Grundschulzeit in Manchester. Ihr Abitur machte Flaig in Warstein, für das Lehramtsstudium zog sie nach Hessen, bevor sie 2002 dann nach Köln kam. Im benachbarten Herkenrath wurde Alexandra Flaig Lehrerin am Gymnasium.  "Ich bin keine, die so richtig lange irgendwo Wurzeln geschlagen hat, ich bin offen für neue Lebenszusammenhänge", sagt die 51-Jährige. Prägend sei da womöglich gewesen, dass ihr Vater für den Siemens-Konzern weltweit unterwegs war.

Warum wurde es nun für sie aber eine Stelle in Gransee? "Da kamen mehrere Faktoren zusammen", holt Flaig aus. "Ich war die vergangenen vier Jahre stellvertretende Leiterin des Gymnasiums Herkenrath, ich hatte Lust auch einmal in die Schulleitung zu gehen. Und wir wollten aus der Großstadt raus." Nicht zuletzt spielten auch familiäre Gründe bei der Entscheidung eine Rolle. "Mein Partner ist Brandenburger", sagt Flaig. Der freue sich, wieder in die alte Heimat ziehen zu können. "Ich selbst habe Familie und gute Freunde in Berlin. Als ich die Ausschreibung für die Stelle in Gransee gelesen habe, hat das einfach gepasst."

Strittmatter-Lektüre liegt bereit

So ganz angekommen in der Region sei sie noch nicht, bekennt die Pädagogin. "Wenn Sie so wollen, bin ich noch obdachlos", sagt sie und lacht. Nein, so schlimm sei es natürlich nicht. Aber ihr Wohnsitz sei derzeit noch ein Ferienappartement in Fürstenberg. Für die Wahl, wo es sie dauerhaft in der Region hin verschlägt, dafür wollen ihr Partner, der derzeit noch in Köln weilt, und sie sich aber Zeit nehmen.

Wenn man Leiterin einer Einrichtung wird, die nach einem Schriftstellerpaar benannt ist, kommt man um deren Werke nicht herum. So habe sie den "Laden" schon auf dem Nachttisch zu liegen. Vom Vorsitzenden des Schulfördervereins, Dr. Matthias Bormeister, gab es überdies einen illustrierten Strittmatter-Lyrikband als Begrüßungsgeschenk. Einen guten Start habe ihr nicht zuletzt ihr Vorgänger ermöglicht. "Dr. Zietmann war unheimlich hilfsbereit. Ich hatte die Möglichkeit schon einmal in den Pfingstferien das Schuljahr mit ihm abzuschließen und in alles reinzuschnuppern". Früh habe sie einen positiven Eindruck von der Schule gewinnen können und vom respektvollen Umgang, den man hier pflege. Am brandenburgischen Schulsystem schätze sie die Rolle, die der Schulleitung beigemessen wird. "In NRW ist vieles Ermessenssache, das gibt einem großen Entscheidungsspielraum, schafft manchmal aber auch Probleme. Hier in Brandenburg ist das klarer geregelt", findet sie.

Stellenbesetzung dauerte lange

Die Besetzung des Leitungspostens, der Ende 2017 ausgeschrieben worden war, sei um einiges komplizierter gewesen, als wie es bei anderen Stellen üblich sei. So musste Flaig sich schon in NRW entsprechend qualifizieren und prüfen lassen, dann noch einmal in Brandenburg. "Es wäre nicht so kompliziert gewesen, hätte ich als Lehrerin einfach nur das Bundesland gewechselt."

Das es nun ein Chefsessel geworden ist, sei nicht vorgezeichnet gewesen, betont sie. "Die Leitungsebene hätte es nicht unbedingt werden müssen. Die Arbeit mit Jugendlichen ist es, die mir immer Spaß gemacht hat", so Flaig. Ihr Referendariat habe sie einige Zeit vor sich hergeschoben und nach dem Studium zunächst bei einem freien Jugendhilfeträger angeheuert.

In Gransee indes steht kurz nach ihrem Stellenantritt bereits das erste Großereignis ins Haus: der Benefizlauf des Gymnasiums am kommenden Mittwoch auf dem Sportplatz.

Zur Person

Alexandra Flaig wurde am 16. März 1968 in Gifhorn (Niedersachsen) geboren.

Ihr Studiumabsolvierte sie in Frankfurt am Main sowie Gießen. In Gießen absolvierte sie auch ihr Referendariat.

Sie ist Lehrerin für Englisch, Politische Bildung und Philosophie.

Englisch war in der Schule ihr Lieblingsfach. Ihre Grundschulzeit in England trug dazu bei, dass sie die Sprache  gut konnte und sie schließlich eines ihrer Studienfächer wurde.

Nicht leiden konnte Alexandra Flaig Latein. Sie hatte es als zweite Fremdsprache gewählt und brauchte es fürs Studium, aber warm wurde sie damit nicht.

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