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Landtagswahl
Frank Bommert fordert CDU-Landeschef zum Rücktritt auf

Frank Bommert
Frank Bommert © Foto: Burkhard Keeve
Burkhard Keeve / 01.09.2019, 20:25 Uhr
Kremmen (MOZ) "Es ist für die CDU ein katastrophales Ergebnis, das kann man nicht anders betiteln". Frank Bommert, Landtagskandidat der CDU im Wahlkreis 7, findet nach dem Wahldesaster seiner Partei klare Worte. "Wir haben ein Stück weit dessen, was die CDU dargestellt hat, durch Ingo Senftleben (Spitzenkadinat der Partei; Anm.d.Red.) aufgegeben. Wir konnten keinen konservativen Wähler mehr überzeugen." Bommert weiter: "Senftleben hat uns da reingeritten und muss dafür die Verantwortung übernehmen und zurücktreten." Das habe er dem Generalsekretär Steeven Bretz gestern Abend auch persönlich gesagt.

Bommert selbst (der als Vierter der Landesliste sein Mandat für den Landtag sicher hat) liegt in seinem Wahlkreis 7 abgeschlagen hinter der SPD und der AfD. An ihm liege das nicht. Schuld sei die Landes-CDU. Senftleben habe diese für den "Mittelstand unwählbar gemacht, als er vor eineinhalb Jahren gesagt hat, er könne sich eine Zusammenarbeit mit den Linken vorstellen". Nun stehe er vor einem Scherbenhaufen. "Jetzt darf er kein Landei sein", wie es auf Wahlplakaten von Senftleben stand, "sondern muss Eier haben und gehen". Senftleben habe sich selbst ins Aus manövriert, als er sagte, er wolle mit der SPD als Ministerpräsident verhandeln. "Für ihn war immer die SPD und Woidke der Hauptfeind." Bommert selbst hatte sich stets gegen die Linken ausgesprochen und dafür stark gemacht, statt auf die SPD einzuhauen, sich mit der AfD auseinanderzusetzen. "Ich habe immer gesagt, wir müssen uns auf die AfD konzentrieren."

Ein deutlicher Riss tut sich am Wahlabend innerhalb der CDU Brandenburgs auf, der bis zur Basis dringt. Auch auf der stimmungsgeschwächten Wahlparty der CDU in Oranienburg heißt es: "Senftleben muss gehen."

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Dirk Mahnke 02.09.2019 - 09:10:01

"Wir konnten keinen konservativen Wähler mehr über zeugen"

Kein Wunder bei der gegenwärtigen CDU Politik. Der Wähler hatte die Wahl zwischen links, links, links, ganz links und konservativ (alternativ). H. Kohl würde sich im Grabe umdrehen. Senftleben wird hier zum Sündenbock gemacht. Jammern auf hohem Niveau.

Paul Kirchhoff 02.09.2019 - 08:37:42

Die Leser sind geschliffen...

Und jetzt bekommt Herr Senftleben die Retourkutsche zu seinen Taktikspielchen bei der Listenerstellung ! Und die olle Binse: Freund / Feind / Parteifreund feiert fröhlich Urständ

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