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Heidekrautbahn
Wasserstoff-Kraftwerk bei Oranienburg geplant

Die Niederbarnimer Eisenbahn will zukünftig auch umweltfreundliche Brennstoffzellen-Züge einsetzen. Der dafür nötige Wasserstoff soll zwischen Schmachtenhagen, Wensickendorf und Zehlendorf aus Windkraftstrom produziert werden.
Die Niederbarnimer Eisenbahn will zukünftig auch umweltfreundliche Brennstoffzellen-Züge einsetzen. Der dafür nötige Wasserstoff soll zwischen Schmachtenhagen, Wensickendorf und Zehlendorf aus Windkraftstrom produziert werden. © Foto: Bernd Settnik/dpa
Tilman Trebs / 25.09.2019, 18:04 Uhr - Aktualisiert 26.09.2019, 08:44
Oranienburg (MOZ) Das uckermärkische Unternehmen Enertrag plant zwischen Schmachtenhagen, Wensickendorf und Zehlendorf eine Anlage zur Herstellung von Wasserstoff aus Erneuerbaren Energien. Eine entsprechende Information von Schmachtenhagens Ortsvorsteherin Katrin Knittel bestätigte das Unternehmen dieser Zeitung. Knittel hatte auch im Namen ihrer Amtskollegen aus den beiden Nachbarorten für den 23. Oktober (18.30 Uhr) zu einer Einwohnerversammlung auf den Bauernmarkt eingeladen, bei der die Planungen erläutert werden sollen. Enertrag-Sprecherin Nadine Haase bestätigte diesen Termin zunächst nicht.

Die Enertrag-Sprecherin erklärte, dass die Anlage zur Produktion von Wasserstoff für den künftigen Betrieb der Heidekrautbahn produziert werden soll. Die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) hatte im Februar gemeinsam mit dem Bahnbauer Alstom den Wasserstoff-Zug Coradia iLint präsentiert. Der iLint ist nach NEB-Angaben der weltweit erste Personenzug, der mit einer Wasserstoff-Brenzelle angetrieben wird. Er soll geräuscharm fahren und lediglich Wasserdampf und Kondenswasser ausstoßen. Die NEB will die Züge, wenn alles klappt, ab 2022 einsetzen. Der nötige Wasserstoff soll aus einer Elektrolyse mit Strom  aus Windenergie gewonnen werden, teilte die NEB seinerzeit mit.

Diese Aufgabe will Enertrag nun offenbar bei Oranienburg übernehmen. Einzelheiten zur geplanten Anlage wollte die Sprecherin allerdings noch nicht nennen. Das in Dauerthal bei Prenzlau ansässige Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben mehr als 1 100 Windkraftanlagen und seit 2004 ein eigenes Einspeisenetz. Bereits seit Jahren betreibt Enertrag eigene Anlagen zur Wasserstoffproduktion mit Windkraftstrom. Der Wasserstoff wird dann entweder zur Stromerzeugung bei Flaute genutzt oder auch als Kraftstoff verkauft. Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos) sagte am Mittwoch, die Stadtverwaltung stehe der Idee offen gegenüber.

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