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Baustart für Seniorenresidenz in Velten
Archäologische Funde sorgten für Verzögerung

Nun rollen die Bagger: An der Breiten Straße 70 soll in einjähriger Bauzeit eine Wohnanlage für Senioren entstehen.
Nun rollen die Bagger: An der Breiten Straße 70 soll in einjähriger Bauzeit eine Wohnanlage für Senioren entstehen. © Foto: Wiebke Wollek
Wiebke Wollek / 09.10.2019, 12:28 Uhr
Hennigsdorf Seit dem ersten Spatenstich sind schon einige Monate vergangen. Nun scheint es aber endlich loszugehen mit dem Bau der neuen Seniorenresidenz "Schweihofer" in Velten. Auf dem Areal an der Breiten Straße ist vergangene Woche der erste Kran aufgestellt worden. Wie es zu der Verzögerung kommen konnte, erklärt Betreiber Michael Bethke mit einer ungewöhnlichen Entdeckung. "Auf dem Grundstück wurden sechs Brunnen gefunden, sodass die Archäologen zunächst Proben entnahmen und die Brunnen freigelegt haben. Dadurch haben wir drei Monate verloren", sagt der Unternehmer. Nun ist Bethke aber zuversichtlich, dass der Bau innerhalb eines Jahres fertiggestellt werden kann. "Wir freuen uns sehr, dass wir nunmehr Baufreiheit haben", erklärt Bethke. Etwa 180 Pflegeplätze in Einbettzimmern sollen in dem modernen Neubau entstehen. Für das Bauprojekt konnten bei Investoren 17 Millionen Euro eingeworben werden. Dafür sind einzelne Appartments verkauft worden. Die Eigentümer vermieten ihre Anteile wiederum an die Michael Bethke Seniorenresidenz Berlin GmbH. Das Unternehmen wird der Betreiber des Hauses sein.

Die Wohnanlage soll den Namen Schweihofer tragen. "Bereits vor einigen Jahren habe ich Frau Schweihofer-Ellis kennengelernt, die ja als Tochter eines bekannten Arztes hier in Velten auch eine regionale und bekannte Größe ist", berichtet Bethke, der seit 2011 plant, das Areal zu bebauen. "Sie kam auf mich zu und wollte auf dem eigenen Grundstück eine Pflegeanlage bauen. Die damalige Planung musste allerdings noch angepasst werden und so gab es ein längeres Planungsverfahren mit der Stadt Velten und es hat ein paar Jahre gedauert bis wir nun das Haus bauen können."

Die Idee einer Seniorenresidenz geht noch weiter zurück – bis ins Jahr 1993. In den Jahren gab es immer wieder potenzielle Bauherren und Investoren, doch die Fläche blieb ungenutzt. Noch früher befand sich dort eine Gaststätte.

Nun soll ein riesiger Komplex mit vier Gebäudeflügeln bestehend aus Erdgeschoss und zwei Etagen errichtet werden. "Das Haus ist auch einer Ergänzung zu der Wohnanlage in der Poststraße, wo wir ja auch mit der Stadt gemeinsam einen Seniorentreff anbieten", sagt Bethke.

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