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Autobahn
Bei Vollsperrungen führen Navis oft auf die falsche Route

Wegen Bauarbeiten an der Bahnbrücke über den nördlichen Berliner Ring bei Birkenwerder wird es auch nächstes Jahr wieder zu Vollsperrungen kommen.
Wegen Bauarbeiten an der Bahnbrücke über den nördlichen Berliner Ring bei Birkenwerder wird es auch nächstes Jahr wieder zu Vollsperrungen kommen. © Foto: Jürgen Liebezeit
Jürgen Liebezeit / 07.11.2019, 15:50 Uhr
Oberhavel (MOZ) Während die A 24 bei Neuruppin im nächsten Jahr von Vollsperrungen wegen Bauarbeiten verschont bleibt, werden Verkehrsteilnehmer auf dem nördlichen Berliner Ring wieder mehrfach auf eine Geduldsprobe gestellt. Denn es sind auf der A 10 zwischen dem Autobahndreiecken Havelland und Pankow insgesamt zwölf Vollsperrungen geplant. Genaue Termine stehen aber noch nicht fest. Das teilte Thomas Stütze, technischer Geschäftsführer der Havellandautobahn, am Donnerstag auf der Jahrespressekonferenz in Oberkrämer mit.

Er bittet die Verkehrsteilnehmer dringend, sich an die ausgeschilderte Umleitung zu halten und sich nicht auf das Navigationsgerät zu verlassen. Denn das sei Mitte Oktober genau vielen ortsunkundigen Verkehrsteilnehmern zum Verhängnis geworden, die rund um Fehrbellin stundenlang im Stau gestanden hätten. "Das Navi kannte die aktuelle Verkehrsführung, die kurz zuvor geädert worden war, noch nicht", sagte Steven Bahl von der Polizeidirektion Nord. Damit das bei künftigen Vollsperrungen vermieden wird, sollen Banner mit entsprechenden Hinweise die Verkehrsteilnehmer darauf hinweisen. Denn manchmal würden die Umleitungen nicht den blau ausgeschilderten Bedarfsumleitungsstrecke entsprechen, weil dort Baustellen sind. In diesem Jahr gab es auf der A 24 und der A 10 insgesamt 15 Vollsperrungen.

Auf Brandenburgs größter Autobahnbaustelle werden zum Jahresende 34 der insgesamt 120 Streckenkilometer fertiggestellt. Auch ein Drittel der Brücken sind bereits gebaut. Stütze geht davon, pünktlich zum Jahresende 2022 alle Baustellen abschließen zu können. "Wir sind genau im Zeitplan." Insgesamt wurden bereits 300 Millionen Euro zwischen Neuruppin und Berliner Stadtgrenze investiert. Im Januar sollen die Fahrbahn in Richtung Berlin auf der A 24 bei Neuruppin und Fehrbellin fertiggestellt sein.

Zum Ende des Jahres sind bereits 45 Prozent der gesamten Bauleistung erledigt.

Die am Wochenende geplante Sperrung am Dreieck Pankow ist verschoben worden. Das teilte die Havellandautobahn mit. Als Grund werden Sicherheitsbedenken angeführt, die erst am Donnerstag festgestellt wurden. Konkret geht es um die Verkehrssicherheit an der Brückenbaustelle. Ein neuer Termin ist noch nicht bekannt, sagte Thomas Stütze.

Aus bautechnischer Sicht zog er eine positive Zwischenbilanz, verkehrstechnisch gab es allerdings Probleme. Nach Angaben der Polizei hat sich die Zahl der Verkehrsunfälle auf der A 24 um fast 30 Prozent erhöht. Auf dem nördlichen Berliner Ring ereigneten sich sogar 50 Prozent mehr Unfälle als im Vorjahr. "Allerdings blieb es meistens bei Blechschäden. Und Tote gab es dieses Jahr noch nicht", sagte Steven Bahl von der Polizeidirektion Nord. Er führt das auf die reduzierte Geschwindigkeit im Baustellenbereich zurück. Die meisten Unfälle seien beim Vorbeifahren in den engen Baustellen oder beim Einfädeln passiert.

Im nächsten Jahr sollen 68 der insgesamt 120 Streckenkilometer sowie 24 von 38 Brücken und acht von elf Anschlussstellen fertiggestellt werden. Zudem sollen weitere acht Kilometer Lärmschutzwände aufgestellt werden. Zum Ende dieses Jahren sollen es vier von 20 Kilometer sein.

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