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Umweltschutz
Edeka-Markt verkauft keine Böller und Raketen mehr

In der Glienicker Edeka-Filiale von Sabine Nemitz-Pollmann wird es in diesem Jahr keine Feuerwerkskörper geben.
In der Glienicker Edeka-Filiale von Sabine Nemitz-Pollmann wird es in diesem Jahr keine Feuerwerkskörper geben. © Foto: dpa
Jürgen Liebezeit, Tilman Trebs, Matthias Henke / 02.12.2019, 17:56 Uhr - Aktualisiert 04.12.2019, 11:39
Glienicke (MOZ) Aus Umweltschutzgründen verzichtet die Glienicker Inhaberin der Edeka-Filiale in der Galerie Sonnengarten, Sabine Nemitz-Pollmann, zu Silvester auf den Verkauf von Feuerwerkskörpern. Die Kunden und ihre Mitarbeiter hätte die Entscheidung begrüßt.

Die Geschäftsfrau hatte sich schon im Sommer für diesen radikalen Schritt entschieden. "Es ist jedes Jahr eine enorme Umweltverschmutzung", begründet Nemitz-Pollmann ihre Entscheidung, einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, etwas weniger Feinstaub zum Jahreswechsel zu produzieren. Außerdem hofft sie, dass weniger Müll auf den Glienicker Straßen entsteht und die Menschen und Tiere etwas mehr Ruhe haben werden. Es sei zwar "nur ein kleiner Schritt, aber irgendwo muss man ja anfangen", sagte die 70-Jährige in einem Interview mit unserer Zeitung. Als Mutter und Großmutter fühle sie sich einfach in der Verantwortung. "Vielleicht können wir mit diesem Schritt auch Vorbild für andere sein", hofft sie.

In der Tat überlegt auch die Betreiberin der beiden Edeka-Märkte in Oranienburg, Mad-len Turban, mittelfristig aus dem Geschäft mit den Feuerwerkskörpern auszusteigen. "Wenn ich könnte, würde ich das tun", sagte sie am Montag auf Nachfrage dieser Zeitung. "Ich bin selbst kein Fan von Böllern und Raketen." Allerdings war der Oranienburger Geschäftsfrau neu, dass sie sich dem Thema einfach so entziehen kann. "Die Silvesterware wird ja auch in unseren Broschüren beworben", so Turban. "Sollte sich aber die Möglichkeit ergeben, darauf zu verzichten, bin ich dabei." Insofern verfolge sie mit Interesse, wie ihre Glienicker Kollegin die Sache geregelt habe.

Im Interview erklärt die Edeka-Händlerin den Verzicht auf Böller und Raketen

Im Blick behalten will auch Andreas Schultz, Inhaber des Fürstenberger Edeka-Marktes, die Entwicklung des Themas. In seiner Filiale wird dieses Jahr wie gewohnt Feuerwerk in den Regalen liegen. "Das ist keine Entscheidung, die man mal eben spontan trifft", so Schultz.

Die zweite Edeka-Filiale in Glienicke bietet derweil das komplette Silvester-Sortiment an. Das gleiche gilt für den Rewe-Markt von Andreas Lück in Oranienburg. "Ich verfolge die Debatte um den Feuerwerksverkauf zum Jahresende. Wir bieten die Ware aber weiterhin an und warten ab, wie sich Rewe als Gruppe dazu künftig positioniert", sagt Lück.

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