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Investition
Oberkrämer bekommt Kita-Neubau angeboten

Hat die Kenntnisreich Kindertagesstätten vom Standort Oberkrämer überzeugt: Gemeindevertreterin Yvonne Poerschke (CDU)
Hat die Kenntnisreich Kindertagesstätten vom Standort Oberkrämer überzeugt: Gemeindevertreterin Yvonne Poerschke (CDU) © Foto: privat
Conradin Walenciak / 07.12.2019, 06:44 Uhr
Oberkrämer (MOZ) Die ganz große Überraschung hob sich Yvonne Poerschke (CDU, rundes Bild) bis ganz zum Schluss der Gemeindevertreterversammlung in Oberkrämer auf. "In Kooperation mit einem freien Kita-Träger besteht das Angebot an die Gemeinde, eine neue Kita in Oberkrämer zu bauen – auf eigene Planungs-, Bau- und Grundstückskosten." Mehr als 100 Kinder sollen dort dann Platz finden.

Eine neue Kita ist unbedingt notwendig, betont die CDU-Abgeordnete, viele der bestehenden Einrichtungen in der Gemeinde seien überbucht. "Wenn man sich die Bedarfsplanung anschaut, sieht man, dass großer Handlungsbedarf besteht." Da bei solchen Projekten aber zuallererst die Frage nach der Finanzierung aufkomme, freue sich Poerschke umso mehr, dass sie diese beantworten könne. "In der Regel läuft es so, dass, wer bauen will, auch zahlen muss. Und dafür wurde nun jemand gefunden."

Schwimmbad inklusive

Bei dem freien Kita-Träger handelt es sich um die Kenntnisreich Kindertagesstätten, wie Poerschke auf Nachfrage mitteilte. Diese betreibt aktuell bereits fünf Einrichtungen in Berlin, und legt ihre Schwerpunkte insbesondere auf die Vermittlung von ressourcenorientiertem Denken und Handeln, gesunder Ernährung sowie Bewegung und Haltung. "Uns schwebt deshalb entweder ein Wald-Kindergarten oder eine Sport-Kita vor. Ob und welches Konzept dann allerdings umgesetzt wird, liegt in den Händen der Gemeinde", so Poerschke.

Beim Konzept einer Sport-Kita gehöre unter anderem eine angeschlossene Turnhalle sowie ein Schwimmbad dazu, welches dann auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehe. "Hier könnten dann auch Senioren-Schwimmen oder andere Kurse angeboten werden", gibt die CDU-Abgeordnete einen Ausblick.

Was den Standort betrifft, hat man bereits einige mögliche Gebiete ins Auge gefasst. "Ein in Frage kommendes Gelände wäre das Grenzgebiet zwischen Velten und Marwitz", sagt Poerschke. Allerdings wolle man auch hier die Gemeinde mit ins Boot holen. "Wir müssen zusammen einen geeigneten Standort für das jeweilige Konzept finden." Auch Vorschläge von Bürgern sollen berücksichtigt werden.

Einen groben Zeitplan hat die Gemeindevertreterin auch schon im Sinn. "Die Erfahrungswerte der Kenntnisreich Kindertagesstätten zeigen, dass von dem Beschluss zum Bau bis zum Einzug der ersten Kinder etwa zwei Jahre vergehen. Das ist wirklich schnell." Die Kostenfrage hänge dabei stark vom Konzept ab, für das sich die Gemeinde letztlich entscheide. "Die ersten groben Planungen gehen dahin, dass der Kita-Träger 2,5 bis 3 Millionen Euro investieren würde."

Sitzung im Rekordtempo

Nach nur 47 Minuten waren die ersten 23 Tagesordnungspunkte der Gemeindevertretersitzung Oberkrämer am Donnerstagabend abgehandelt.

Bei Punkt 24, der Behandlung von Anfragen, ergriff deshalb der Vize-Gemeinderats-Vorsitzende, Karsten Peter Schröder (SPD), das Wort. "Wenn ich auf die Uhr schaue, ist mir das fast peinlich", sagte er, an die anwesenden Bürger gerichtet.

Er bat diesbezüglich aber um Verständnis. "Die Hauptarbeit wird in den verschiedenen Ausschüssen geleistet – dort dann aber meistens leider ohne Öffentlichkeit", so Schröder.

Er könne deshalb nur dafür werben, auch dem Bau- oder Finanzausschuss mal einen Besuch abzustatten. "Sonst bekommt man von unserer Arbeit hier einen falschen Eindruck. Es ist nicht so, dass wir hier einfach alle Vorhaben nur durchwinken. Die meisten Diskussionen werden aber vorher geführt."⇥cwa

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