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Spende
Auf Kartengrüße verzichtet

Tafelchefin Viola Knerndel (Zweite von rechts) erhält von Yvonne Porsch (links), Brigitte Richter und Wolfgang Ruch einen Scheck über 1 000 Euro.
Tafelchefin Viola Knerndel (Zweite von rechts) erhält von Yvonne Porsch (links), Brigitte Richter und Wolfgang Ruch einen Scheck über 1 000 Euro. © Foto: Burkhard Keeve
Burkhard Keeve / 10.12.2019, 18:15 Uhr
Oranienburg (MOZ) 450 bis 500 Haushalte mit extrem wenig Einkommen versorgt die Oranienburger Tafel an ihren Ausgabestellen in Liebenwalde, Velten, Hennigsdorf und Oranienburg mit Lebensmitteln. Gerade zur Weihnachtszeit will die Tafel ihren Kunden, aber vor allen den Kindern etwas auf den Gabentisch legen. Das schafft Tafelchefin Viola Knerndel und ihr Team in der Regel auch – unterstützt von zahlreichen Spendern.

Dazu gehört dieses Jahr auch die Firma i-Punkt aus Borgsdorf. Statt ihren 550 Kunden Weihnachtsgrüße mit der Post zu schicken, haben sich Firmenchefin Brigitte Richter, Mitarbeiterin Yvonne Porsch und Geschäftspartner Wolfgang Ruch entschieden, das Budget für die Weihnachtspost an die Tafel zu spenden. Am Dienstag überreichten sie einen Scheck in Höhe von 1 000 Euro.

"Unsere Kunden erhalten jetzt Weihnachtsgrüße per E-Mail", sagt Wolfgang Ruch. "Das ist zwar unpersönlicher, aber die ersten Rückmeldungen sind positiv."

Ruch gehört zu den regelmäßigen Spendern der Tafel.  Auch an deren Mitarbeiter hat er zum Nikolaustag gedacht und ihnen 50 Portionen Soljanka aufgetischt. Vergangenes Jahr spendete er Jacken und Pullover fürs Team. "Die ganze Tafel steht und fällt mit ihren ehrenamtlichen Mitarbeitern", sagt Wolfgang Ruch.

Die aktuelle 1000-Euro-Spende wird in die Einrichtung gesteckt. "Alle Räume sollen hergerichtet werden", sagt Viola Knerndel. Es sollen unter anderem die Wände gestrichen werden, einige Fußböden erhalten einen neuen Belag.

Auch die neunjährige Tochter von Wolfgang Ruch gehört mittlerweile zu den Spendern. "Sie war einmal mit hier in Oranienburg", sagt ihr Vater. "Mittlerweile überlegt sie selbst, was sie noch benötigt, oder was vielleicht andere Kinder besser gebrauchen können, ihre Pixi-Bücher zum Beispiel." Es geht aber auch noch ganz anders. Ihr altes Kinderbett, ein Hochbett, hat einen Tafelkunden als Abnehmer gefunden. "Sie erhält ein größeres Bett", sagt Ruch. "Ihr fünf Jahre altes Hochbett haben wir fotografiert und das Bild an die Tafel geschickt. Schon am nächsten Tag kam jemand zum Abbauen vorbei. Die haben sich ganz doll gefreut. Eine Matratze gab es noch dazu."

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