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Entwarnung
Bombe ist erfolgreich entschärft worden

Klaus D. Grote, Conradin Walenciak, Tilman Trebs / 12.12.2019, 04:15 Uhr - Aktualisiert 12.12.2019, 19:10
Oranienburg (MOZ) Es ist vollbracht. Die rund 500 Kilogramm schwere Bombe am Oranienburger Treidelweg ist am Mittwocherfolgreich entschärft worden. Die Sprengmeister vom Kampfmittelbeseitigungsdienst meldeten um 13.58 Uhr Vollzug.

Die von der Evakuierung betroffenen Einwohner konnten ab 14.36 Uhr zurück – dann erklang die Sirene zur Aufhebung des Sperrkreises. Die Straßenbrücke in Lehnitz bliebt bis zum Abtransport der Bombe kurz vor 15 Uhr gesperrt. Der Bahnverkehr läuft jetzt wieder an. Es war bereits die 209. Bombe, die seit der Wende in Oranienburg unschädlich gemacht wurde.

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Bombenentschärfung am Treidelweg in Oranienburg

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Die Entschärfung sei reibungslos gelaufen, sagte Sprengmeister André Müller vom KMBD. Er kündigte an, dass in der kommenden Woche vermutlich zwei Bomben gesprengt werden müssen. Im Wald am Gewerbegebiet Nord werden zwei 250-Kilo-Bomben vermutet.

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Rund 5 200 Oranienburger mussten am Donnerstagmorgen den 1000-Meter-Sperrkreis verlassen. Neben den Kampfmittelräumern waren zur Organisation und Sicherung des Sperrkreises57 Kräfte der Polizei, 78 der Feuerwehr und 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt im Einsatz. Eine beauftragte Wachfirma sicherte den Sperrkreis an 36 Standorten in Oranienburg und an zwei Standorten auf dem Gebiet von Hohen Neuendorf. "Es ist toll mit welcher Professionalität alle Beteiligten immer wieder die Aufgaben angehen, die mit eine Bombenfund verbunden sind", bedankte sich Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos) nach der geglückten Entschärfung bei allen Beteiligten. Punkt 10.22 Uhr war der Sperrkreis als frei gemeldet worden. Die Sprengmeister des Kampfmittelbeseitigungsdienstes konnten sich danach an die Arbeit machen.

Sprengmeister André Müller und seine Mannschaft vom KMBD haben am 12. Dezember erfolgreich eine 500-Kilo-Bombe entschärft. Um 8 Uhr wurde ein Sperrkreis eingerichtet, der um 14.36 Uhr per Sirenensignal wieder aufgehoben werden konnte. "Es lief reibungslos", sagte Müller.
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Bombe Nummer 209 entschärft

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"Die Oranienburger sind routiniert, die sind das gewohnt und machen das wirklich sehr gut. Es gibt keine Probleme", sagte Vize-Stadtbrandmeister Jens Pamperin bei der Sperrkreiskontrolle. Allerdings dauerte die Evakuierung des Domino-Seniorenheimes an der Villacher Straße länger als erwartet, weshalb der Sperrkreis rund 20 Minuten später als geplant als geräumt gemeldet werden konnte.

In einem Radius von 1 000 Metern um den Fundort der Bombe mussten Wohnungen, Betriebe und öffentliche Einrichtungen geräumt werden. Betroffene konnten sich während der Entschärfung im Bürgerzentrum und im Regine-Hildebrandt-Haus aufhalten. Zudem blieben mehrere Kitas, eine Schule sowie soziale Einrichtungen geschlossen.

Der Bahnbetrieb zwischen Oranienburg und Birkenwerder wurde ebenfalls eingestellt. Stattdessen pendelten zwischen beiden Orten Ersatzbusse.

Die 500-Kilogramm-Fliegerbombe befand sich direkt am Ufer des Oder-Havel-Kanals. Für Schiffe war die Durchfahrt deshalb seit rund einem Monat gesperrt. Wenige Meter neben dem Fundort in der Kleingartenanlage Haveleck am Treidelweg wurden im Juli bereits zwei Bomben entschärft. Bei der systematischen Kampfmittelsuche wurde dann die weitere Bombe entdeckt. Nach der Auswertung der Messdaten sei der Kampfmittelbeseitigungsdienst zunächst von einer 250-Kilo-Bombe ausgegangen. Am Mittwoch stand dann aber fest, dass erneut ein noch aktiver chemischer Langzeitzünder an einer 500-Kilo-Bombe entfernt werden musste.

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