Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Umwelt
Tierische Helfer beim Naturschutz

Beweidung: Auch Galloway-Rinder verhindern, dass Trockenrasen-, Heide- und Weideflächen zuwachsen.
Beweidung: Auch Galloway-Rinder verhindern, dass Trockenrasen-, Heide- und Weideflächen zuwachsen. © Foto: Thomas Burckhardt
GZ / 13.01.2020, 20:30 Uhr - Aktualisiert 14.01.2020, 09:19
Menz Zufrieden mit dem Vertragsnaturschutz in ihrem Zuständigkeitsbereich zeigen sich die Verantwortlichen vom Naturpark Stechlin-Ruppiner Land.

Um die in den Natura-2000-Managementplänen definierten Ziele umzusetzen und dem Pflege- und Entwicklungsplan des Naturparkes  gerecht zu werden, sei der Vertragsnaturschutz ein wichtiger Bestandteil der Naturparkarbeit. In den vergangenen zehn Jahren habe dieses Instrument sukzessive zugenommen, so dass mit Blick auf den Gesamtzeitraum von einen großen Sprung in der Bedeutung gesprochen werden könne.

Jährlich neue Partner gewonnen

Im Naturpark habe man in jedem dieser Jahre zwei bis fünf neue Vertragspartner hinzugewinnen, die Vertragsflächen jeweils um rund 30 Hektar vergrößern und auch die Bandbreite der Projekt­inhalte vervielfältigen können. In 2019 wurden insgesamt zirka 140 000 Euro aus dem Naturpark-Haushalt eingesetzt, um insgesamt 220 Hektar nachhaltig zu bewirtschaften, heißt es in einer aktuellen Übersicht. Mehr als 40 mit Landbesitzern getroffene Vereinbarungen betraf das.

So beweideten beispielsweise rund 40 Ziegen, zehn Esel, 250 Schafe,  drei Wasserbüffel, drei Galloways und zehn Pferde im Naturpark spezielle Lebensräume wie Trocken- und Halbtrockenrasen, Frischweiden oder Heideflächen, die sonst mit Gehölzen und Hochstauden schnell zuwachsen würden. Auch Technik sei dort eingesetzt worden, wo es für die Tiere zu nass oder zu großflächig ist. So kamen im Jahr 2019 rund 28 Hektar Feuchtwiese unter Balkenmäher und Freischneider.

Neben extensiv bewirtschafteten Grünflächen in sensiblen Wassereinzugsgebieten von Fließgewässern, Seen und Mooren wird durch Projekte etwa auch der Schutz von wildwachsenen Pflanzen auf Ackerland gewährleistet. Auch die Kopfweidenbestände im Naturpark bekamen durch mehrere Vertragspartner einen fachgerechten Pflegeschnitt.

Künftig auch Projekte im Wald

Künftig soll indes auch in Waldgebieten Vertragsnaturschutz stattfinden können, heißt es weiter. Hierfür sei vom  Land Brandenburg bereits eine entsprechende Förderrichtlinie auf den Weg gebracht worden. Die Landesforst sei als Genehmigungsbehörde involviert.

Während die Mitarbeiter in den Großschutzgebieten die Vertragsnaturschutzprojekte in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich bearbeiten, gibt es derartige Projekte auch im Rest des Landes. Außerhalb der Großschutzgebiete zeichnen die Außenstellen des Landesumweltamtes Brandenburg in Potsdam, Frankfurt/Oder und Cottbus zuständig.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG