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Schifferball
Marineverein belebt zum Jubiläum 140 Jahre alte Tradition

Der Shantychor Reinickendorf trat beim Schifferball auf.
Der Shantychor Reinickendorf trat beim Schifferball auf. © Foto: Friedhelm Brennecke
Friedhelm Brennecke / 14.01.2020, 08:04 Uhr - Aktualisiert 14.01.2020, 08:30
Oranienburg (MOZ) Seit zehn Jahren gibt es in den Kurbrandenburgischen Marineverein. Das Jubiläum wurde nun bei einem Schifferball gefeiert worden.

Seit elf Jahren ist die "Sehnsucht", der Nachbau eines niederländischen Plattbodenschiffs, das dem Großen Kurfürsten vor 400 Jahren zu Repräsentationszwecken diente, auf den Gewässern der Region unterwegs und dabei auch immer ein wunderbarer Botschafter der Stadt Oranienburg. Zur Landesgartenschau 2009 wurde die "Sehnsucht" zu Wasser gelassen. Erst ein Jahr später gründete sich der Kurbrandenburgische Marineverein Oranienburg, dessen Mitglieder sich damals der "Sehnsucht" annahmen. Allein ihres unermüdlichen Einsatzes ist es zu verdanken, dass das hölzerne Schiff noch immer "seetauglich" ist. In Tausenden von ehrenamtlichen Stunden sind die "Holzwürmer" am Liegeplatz der "Sehnsucht" in der Werft Malz dabei, das Boot zu reparieren, wenn es nötig ist, es in Schuss zu halten und es für weitere Jahre fit zu machen.

Das zehnjährige Bestehen des Kurbrandenburgischen Marinevereins war jetzt der Anlass, auch den vielen Helfern und Sponsoren einmal Danke zu sagen. Deswegen lud der Verein zum ersten Schifferball in die Orangerie ein, die zu einem Festsaal mit allerhand maritimen Requisiten ausgestattet worden war. Mit von der Partie der Festveranstaltung war natürlich das Kurfürstenpaar,alias Vivienne Netzeband und Axel Petersen. Auch die Königliche Schützengilde Luise Henriette von Oranien grüßte mit einer Ehrengarde. Für die passende musikalische Untermalung sorgten mit ihren frischen Weisen die "Jungs" vom Shantychor Reinickendorf.

"Wir wollen mit dem ersten Schifferball an eine alte Tradition anknüpfen, die vor 140 Jahren mit dem Schifferverein Friedrichsthal hierzulande begründet wurde", sagt Vorsitzender Danilo Wiszowaty. In Friedrichsthal und Malz lebten damals zahlreiche Familien von der Binnenschifferei. Die Fahne des alten Vereins existiert nicht mehr. Sie wurde erfolgreich bei der Rettung von ins Eis eingebrochenen Kindern eingesetzt, was sie mit ihrem Dasein bezahlte. "Unser Verein hat natürlich eine eigene Fahne, die wir bei künftigen Schifferbällen präsentieren", sagt Pressesprecher Heinz Paetzold.

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