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OHC-Niederlage
Kleinigkeiten führen zu bitterer Schlappe

Lasse Scharge erzielte fünf Tore.
Lasse Scharge erzielte fünf Tore. © Foto: Stefan Zwahr
Jürgen Zinke / 27.01.2020, 14:22 Uhr
Berlin (MOZ) Die Lilli-Henoch-Sporthalle in Berlin-Hohenschönhausen war am Samstagabend klar in den Händen der Gäste. Jedenfalls auf den Zuschauerrängen. Denn dort war der OHC-Anhang zahlenmäßig und stimmgewaltig deutlich in der Übermacht.

Dass die Fans bis zum Schluss zittern würden, deutete sich dann bereits in den ersten 30 Minuten an. Denn bis zur 13. Minute blieb der Spielstand eng, erst dann enteilten die Gastgeber auf vier Tore (10:6). OHC-Trainer Christian Pahl nahm die erste Auszeit. Und beim Pausenpfiff war alles wieder im Lot (15:15).

Einige Akzente hatten aber bereits angedeutet, dass die Oranienburger nicht unbedingt auf ihr Glück hoffen durften. Denn zum einen hatten sie die Schiedsrichter Jan Krüger und Björn Schmidt in kniffligen Situationen immer gegen sich. Und zum anderen hatten die Füchse mit Frederik Simak aus dem Kader der Bundesliga-Mannschaft einen Akteur in ihren Reihen, der immer wieder mit fast identischen Würfen traf. Insgesamt erzielte er zwölf Tore. "Er hat das Spiel fast im Alleingang entschieden", sagte OHC-Trainer Christian Pahl. Da mit Kevin Struck und Tim Matthes zwei weitere Spieler aus dem Erstliga-Kader auf dem Parkett waren, musste man beim OHC darauf hoffen, ganz wenige Fehler zu machen.

Und auf derartige Momente wie in der 45. Minute, als Keeper Paul Friedrich Porath beim Stand von 22:22 einen Siebenmeter von Simak parierte und dann noch zwei Nachwürfe aus Nahdistanz entschärfte. Weiterhin unentschieden stand es dann bis zum 27:27, das Darius Krai sechs Minuten vor Schluss warf. "Dass es nicht gereicht hat, ist schon bitter. Es waren am Ende Kleinigkeiten wie zum Beispiel die Schiedsrichter, die Bundesligaspieler der Füchse und unsere leichten Fehler", sagte Krai nach der Partie.

Die wurde am Ende hochspannend. Denn Oranienburg ließ sich nicht abschütteln. Julius Heil gelang zwei Minuten vor Schluss wieder der Anschluss (29:30). Danach hatte Lasse Scharge den Ausgleich in der Hand. Doch als alle nach seiner klaren Behinderung auf den Siebenmeterpfiff warteten, ließen die Schiedsrichter einfach weiterspielen. Auf der Gegenseite traf Simak zum vorentscheidenden 31:29. Noch einmal verkürzte Heil. Doch der letzte Treffer fiel dann auf der anderen Seite.

"30 Tore müssen auswärts eigentlich reichen. Aber es war zu merken, dass wichtige Spieler wie Robin Manderscheid, Dennis Schmöker, Aaron Krai und Dominicc Kehl fehlten. Justin Heil stand nach zwei frühen Zeitstrafen vor dem Ausschluss. Am Ende war es auch eine Kraftfrage. Wir müssen das nun abhaken, auch wenn es schwer fällt und ärgerlich ist", sagte Christian Pahl, dem man noch lange nach dem Abpfiff seine Gefühlslage anmerkte.

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