Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Futsal
Friedrichsthal verliert Finale vom Punkt

Stefan Zwahr / 16.02.2020, 19:57 Uhr - Aktualisiert 17.02.2020, 09:55
Borgsdorf (MOZ) Serienmeister SV Friedrichsthal hat eine weitere Titelchance vertan. Nach dem Aus im Kreispokal-Viertelfinale (1:3 in Hennigsdorf) verlor der Titelverteidiger am Sonntag das Endspiel der Futsal-Endrunde. In Borgsdorf musste sich der SVF nach torloser regulärer Spielzeit der Spielgemeinschaft Wandlitz/Basdorf im Entscheidungsschießen mit 2:3 geschlagen geben.

"Wir haben uns nichts vorzuwerfen", betonte Jessica Stahlberg. Das Finale, in dem Friedrichsthal deutlich optische Vorteile erspielte, sei ausgeglichen gewesen. "Chancen gab es auf beiden Seiten nicht so viele. Und am Ende entscheidet ein Sechsmeterschießen. Das hat nichts mit Fußball zu tun, wir sind ja nicht beim Handball." Das sei immer ein Glücksspiel, sagte Trainer Thomas Wjasmin. "Wir waren meiner Meinung nach klar spielbestimmend und haben viel mehr Ballbesitz, machen aber das Tor nicht."

Wandlitz/Basdorf, Dritter des Vorjahres, habe es clever gemacht. Der Truppe aus dem Nachbarkreis reichte ein Tor in vier Spielen, um mit sechs Punkten die Vorrunde zu überstehen. "Bemerkenswert", freute sich Torhüterin Annika Dennenlöhr. Im Halbfinale gelang ihrer Mannschaft ein Sieg gegen den FC 98 Hennigsdorf – ebenfalls vom Punkt. "Wir hatten eine geile Band zusammen und waren in der vermeintlich leichteren Gruppe", bemerkte die Keeperin, die im Endspiel gegen Krullis und Stahlberg Siegerin blieb. "Friedrichsthal hatte im Spiel sicherlich öfter den Ball, aber am Ende zählt die Effizienz."

Vor 98 zahlenden Zuschauern fielen in den 27 Spielen nur 29 Tore aus dem Spiel heraus. Das lag laut Wjasmin auch an der kurzen Spielzeit. In der Vorrunde dauerte jede Partie nur acht Minuten, dann zwölf. "Da geht keine Mannschaft ein Risiko ein und versucht, sicher zu stehen." Dass erstmals zehn Mannschaften teilnahmen, fand "Locke" nicht gut. "Klar wäre es schade für die Mannschaften, die nicht teilnehmen können. Aber zehn Teams sind zu viel, weil du zwischendurch lange Pausen hast und nicht mehr so richtig in die Gänge kommst."

Celina Engel, Hennigsdorf: "Im letzten Spiel haben wir tatsächlich etwas Frustbewältigung betrieben. Wir hätten gegen Wandlitz so spielen müssen wie dann im Spiel um Platz drei. Es ist ein bisschen frustrierend. Was soll ich zur Torausbeute sagen? Ich war zu selten beim Training, hatte nur eine Einheit in sechs Wochen. Am Ende hat die Konzentration nachgelassen. Das Turnier ist schnell vergessen. Die Meisterschaft ist wichtiger."

Karl Friedrich Schmidt, Trainer Wachow/Tremmen: "Ich fahre mit gemischten Gefühlen nach Hause. Nach dem zweiten Platz im Vorjahr war es schon ein bisschen enttäuschend. Der dritte Platz wäre toll gewesen. Bei uns hapert es immer in der Offensive. So viele Gegentore haben wir bis zum Spiel um Platz drei ja nicht kassiert."

Mark Nachtigall, Trainer Mildenberg: "Wenn man bei einem Turnier Zehnter und damit Letzter wird, ist das nicht so erfolgreich. Dabei ist es schade, denn die ersten drei Spiele von uns waren sehr gut. Da haben wir die Tore nicht gemacht. Das war ärgerlich. Den Mädels hat es dennoch Spaß gemacht. Das Turnier war sehr gut organisiert, aber zu lang gezogen mit zehn Mannschaften."

Steffen Misdziol, Vorsitzender des Spielausschusses beim Fußballkreis Oberhavel/Barnim: "Ein Turnier mit zehn Mannschaften war für uns Neuland. Viele Vereine haben mir im Vorfeld gesagt, dass wir keine Mannschaft ausschließen sollen, die teilnehmen will. Diesen Wünschen hat sich der Fußballkreis angepasst. Es war ein Versuch. Wenn es sich bewährt, ist es in Ordnung. Vor Ort wurde es kritiklos akzeptiert. Mal sehen, wie im Nachhinein die Reaktionen sind. Wenn wir nicht doll Gegenwind bekommen, können wir es auch künftig so machen."

Vorrunden-Gruppe A

1 FC 98 Hennigsdorf 4    5:0  10

2 SV Friedrichsthal 4    5:3    9

3 Lok Eberswalde4    1:2    5

4 SC Klein-Mutz 4    0:3    2

5 Birkenwerder BC 4    0:3    1

Vorrunden-Gruppe B

1 Wachow/Tremmen4    4:1    7

2 Wandlitz/Basdorf 4    1:0    6

3 Ladeburg/Eberswalder SC 4    2:2    6

4 Forst Borgsdorf II 4     1:3    5

5 SG Mildenberg4    0:2    2

Spiel um Platz 9

Birkenwerder - Mildenberg 3:2 (1:1) n.S.

Spiel um Platz 7

Klein-Mutz - Borgsdorf0:2 (0:0) n.S.

Spiel um Platz 5

Lok Eberswalde - Ladeburg/Eberswalder SC 1:0

Halbfinale

Hennigsdorf - Wandlitz/Basdorf 1:2 (0:0) n.S.

Wachow/Tremmen - Friedrichsthal0:2

Spiel um Platz 3

Hennigsdorf - Wachow/Tremmen 4:1

Finale: Wandlitz/Basd. - Friedrichsthal3:2 (0:0) n.S.

Stimmen

Celina Engel, Hennigsdorf: "Im letzten Spiel haben wir tatsächlich etwas Frustbewältigung betrieben. Wir hätten gegen Wandlitz so spielen müssen wie dann im Spiel um Platz drei. Es ist ein bisschen frustrierend. Was soll ich zur Torausbeute sagen? Ich war zu selten beim Training, hatte nur eine Einheit in sechs Wochen. Am Ende hat die Konzentration nachgelassen. Das Turnier ist schnell vergessen. Die Meisterschaft ist wichtiger."

Karl Friedrich Schmidt, Trainer Wachow/Tremmen: "Ich fahre mit gemischten Gefühlen nach Hause. Nach dem zweiten Platz im Vorjahr war es schon ein bisschen enttäuschend. Der dritte Platz wäre toll gewesen. Bei uns hapert es immer in der Offensive. So viele Gegentore haben wir bis zum Spiel um Platz drei ja nicht kassiert."

Mark Nachtigall, Trainer Mildenberg: "Wenn man bei einem Turnier Zehnter und damit Letzter wird, ist das nicht so erfolgreich. Dabei ist es schade, denn die ersten drei Spiele von uns waren sehr gut. Da haben wir die Tore nicht gemacht. Das war ärgerlich. Den Mädels hat es dennoch Spaß gemacht. Das Turnier war sehr gut organisiert, aber zu lang gezogen mit zehn Mannschaften."

Steffen Misdziol, Vorsitzender des Spielausschusses beim Fußballkreis Oberhavel/Barnim: "Ein Turnier mit zehn Mannschaften war für uns Neuland. Viele Vereine haben mir im Vorfeld gesagt, dass wir keine Mannschaft ausschließen sollen, die teilnehmen will. Diesen Wünschen hat sich der Fußballkreis angepasst. Es war ein Versuch. Wenn es sich bewährt, ist es in Ordnung. Vor Ort wurde es kritiklos akzeptiert. Mal sehen, wie im Nachhinein die Reaktionen sind. Wenn wir nicht doll Gegenwind bekommen, können wir es auch künftig so machen."⇥sz

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG