Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

B 96a
Neue Pläne für die Bergfelder Brücke

Die Bahnbrücke in Bergfelde soll nun doch nicht eingeengt werden. Stattdessen wird überlegt, durch einen Anbau den Bereich für Fußgänger und Radfahrer zu verbreitern.
Die Bahnbrücke in Bergfelde soll nun doch nicht eingeengt werden. Stattdessen wird überlegt, durch einen Anbau den Bereich für Fußgänger und Radfahrer zu verbreitern. © Foto: Jürgen Liebezeit
Amy Walker / 18.02.2020, 17:07 Uhr - Aktualisiert 18.02.2020, 17:24
Bergfelde (MOZ) Die Bergfelder müssen wohl noch ein wenig Geduld haben: Die geplante Einengung der Fahrbahn über die Brücke in Richtung Ahorn Grundschule findet vorerst doch nicht statt. Im Fokus der Anwohner ist der zu schmale Gehweg auf der westlichen Seite der Brücke, die täglich von Grundschulkindern benutzt wird. Im November 2019 hatte der Bauausschuss mehrheitlich beschlossen, die Bundesstraße B 96 a, die über die Brücke führt, einzuengen, um so einen breiteren und somit sichereren Gehweg zu ermöglichen.

"Die Tatsache, dass die Stadt über die Einengung einer Bundesstraße ernsthaft nachdenkt, hat der Diskussion ganz gut getan. Der Landesbetrieb ist bemüht, das abzuwenden", sagte Baudezernent Hans Michael Oleck im Bauausschuss vergangene Woche. Stattdessen wolle der Landesbetrieb bewirken, dass der Gehweg durch eine Kappenverbreitung, also ein Anbau an die Brücke, vergrößert werde. Für die Stadt würde diese Variante erheblich mehr Kosten mit sich bringen: Für die Ausweitung der Brückenkappe würden 200 000 Euro anfallen, zuzüglich der Kosten für eine Bahnsperrung. Außerdem würde die Verbreitung der Brückenkappe wesentlich mehr Zeit in Anspruch nehmen, so Oleck.

Die Verwaltung plant nun, mit dem Landesbetrieb weitere Gespräche zu führen. Eventuell könne festgelegt werden, dass, wenn die Kosten für die Kappenverbreitung deutlich höher werden als die geplanten 200 000 Euro, der Landesbetrieb sich bereiterklärt, diese Mehrkosten zu tragen. "Wenn der Landesbetrieb es ohne die Bahnsperrungen hinbekommen könnte, dann finde ich es eine gute Idee – dann wäre die Einengung auch vom Tisch", so Oleck. Er hofft, dass die Verbreitung in den nächsten zwei Jahren realisiert wird. "Aus meiner Sicht zieht sich das Ganze schon viel zu lange hin."

Die Stadtpolitiker zeigten sich offen für eine Zurückstellung der Einengung – in der Diskussion behaupteten einige Ausschussmitglieder sogar, dass sie nie die Einengung befürwortet hätten, obwohl das Abstimmungsergebnis zu dem Beschluss eine andere Geschichte erzählt. Damals hatte es im Bauausschuss nur eine Gegenstimme von Marcel Dieck (CDU) gegeben. Die Kappenverbreitung erschien den meisten Anwesenden jetzt doch die bessere Lösung zu sein.

Oliver Jirka (B 90/Grüne) äußerte seine Sorge, dass sich die Lösungsfindung nun weiter verzögert, wo sich doch täglich Schüler in Gefahr bringen würden. Trotzdem werde jetzt erst abgewartet, wie die Gespräche mit dem Landesbetrieb weitergingen. "Der Landesbetrieb hat uns zugesichert, spätestens im April mit einem Kostenvoranschlag auf uns zuzukommen", so Oleck.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG