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Corona-Notfallbetreuung
Über 1000 Kinder dürfen in Kitas und Schulen bleiben

Kinder von Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, werden weiter in Kitas und Schulen betreut.
Kinder von Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, werden weiter in Kitas und Schulen betreut. © Foto: dpa
Burkhard Keeve, Tilman Trebs / 18.03.2020, 14:20 Uhr - Aktualisiert 18.03.2020, 14:34
Oberhavel (MOZ) Mehr als 1000 Kinder werden in Oberhavel weiterhin in ihren Schulen und Kitas betreut. Kreistagspräsident Wolfgang Krüger lobt Arbeit der Kreisverwaltung und bittet die Bürger um Verständnis für die Einschränkungen.

Wie die Kreisverwaltung am Mittwoch auf Nachfrage mitteilte, wurden bis Dienstagabend, 22.30 Uhr, exakt 1049 Anträge auf Notfallbetreuung positiv beschieden. Bis Mitternacht wurden alle weiteren Anträge bearbeitet, die bis Dienstag beim Landkreis eingereicht waren. Am Mittwochmorgen um 8 Uhr lagen rund weitere 100 Anträge vor, sagte Sprecherin Ivonne Pelz. Aktuellere Zahlen will der Landkreis am späteren Nachmittag veröffentlichen.

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Für die Bearbeitung der Anträge von Eltern, die in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten – dazu zählen unter anderem Polizisten, Feuerwehrleute sowieMitarbeiter im Lebensmittelhandel und von Energieversorgern – , hatte Landrat Ludger Weskamp fast 100 Mitarbeiter abgestellt.

Kreistagspräsident Wolfgang Krüger bedankte sich am Mittwoch bei Weskamp und den Mitarbeitern der Kreisverwaltung "für das außergewöhnliche Engagement seit dem ersten Auftreten eines Corona-Falles" am 2. März in Hohen Neuendorf. "Die enorme Geschwindigkeit, mit der auf die sich ständig verändernde Lage reagiert werden muss, fordert allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Äußerste ab. Deshalb bittet der Kreistag die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Oberhavel um Verständnis, wenn bei den gewohnten Serviceleistungen der Kreisverwaltung Abstriche gemacht werden müssen", appellierte Krüger. Der Kreistag begrüße einhellig das bisherige besonnene Krisenmanagement der Kreisverwaltung in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. "Die Entscheidung, zum Schutz der Menschen bis zum 15. Mai auf alle Ausschuss- und Kreistagssitzungen zu verzichten, ist in hohem Maße verantwortungsvoll, um einer weiteren Ausbreitung der Infektionen im Landkreis zu begegnen. Trotz des Verzichts auf die Sitzungen ist die Handlungsfähigkeit des Landkreises Oberhavel sichergestellt", erklärte Wolfgang Krüger am Mittwoch.

"Der Kreistag wird den Landrat und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung konstruktiv unterstützen, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern, die im Verlauf der Coronakrise auf die Menschen in Oberhavel zukommen."

Am Montagabend hatte der Kreisausschuss eine Million Euro für den Schutz der Bürger vor der Pandemie aus dem Kreishaushalt freigegeben. Wofür das Geld konkret ausgegeben werden soll, ist noch unklar. "Aufgrund der dynamischen Entwicklung ist eine Festlegung auf konkrete Einzelmaßnahmen aktuell noch nicht absehbar. Grundsätzlich ist unter anderem die Finanzierung von Sachkosten, etwa für zusätzlich notwendige Schutzausrüstung und Hygienemittel, denkbar", erklärte Kreissprecherin Ivonne Pelz auf Nachfrage.

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