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Reaktion auf Kritik
Bäcker Plentz sagt Regionalmarkt in Schwante ab

Plentz ist als erfolgreicher Unternehmer bekannt. Auch politisch ist er für die "Bürger für Oberkrämer" ein Verantwortungsträger.
Plentz ist als erfolgreicher Unternehmer bekannt. Auch politisch ist er für die "Bürger für Oberkrämer" ein Verantwortungsträger. © Foto: Stefan Zwahr
Marco Winkler / 19.03.2020, 15:07 Uhr - Aktualisiert 19.03.2020, 15:35
Schwante (MOZ) Hat der Schwanter Bäckermeister und für die BfO im Kreistag sitzende Karl-Dietmar Plentz die derzeitige Corona-Krise unterschätzt? Die Frage stand bis Donnerstag durchaus im Raum. Nun schafft er selbst Tatsachen.

Seinen Saisonstart am Holzbackofen, für diesen Freitag geplant, wollte Karl-Dietmar Plentz zwar auf das Nötigsten reduziert. Doch vielen war das in dieser Krisen-Zeit, die nach Umsicht verlangt, nicht genug. Die Fraktion Grüne/Freie Wähler/Linke aus dem Gemeindeparlament Oberkrämer wendete sich als Reaktion auf unsere Berichterstattung mit einem offenen Brief an Landrat Ludger Weskamp (SPD) und Oberkrämers Bürgermeister Peter Leys (BfO). Das Schreiben forderte den Stopp der Marktpläne. Plentz selbst zog am Donnerstag die Reißleine. "Ich möchte die Hinweise nicht überhören und sage die Veranstaltung ab", sagte er im Gespräch. "Die jetzige Situation braucht wohl doch drastischere Maßnahmen."

Auch auf Facebook mehrten sich unter der Berichterstattung die negativen Reaktionen auf Plentz‘ Marktvorhaben. Von unverantwortlichem Handeln war die Rede. Plentz argumentierte, dass ein Wochenmarkt (vom Kabniett ausdrücklich erlaubt) eine gute Einkaufsalternative sei zu vollen Supermärkten. Es wolle zur Versorgung der Menschen beitragen.

"Wir haben leider keine normale Situation", betonte Fraktionssprecher Jörg Ditt im offenen Brief. Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz sei der Erfolg, den der Regionalmarkt erwartet lässt, gegönnt. Erfolg zeigt sich in vielen Besuchern. "Jedem, der das Gelände kennt, wird bewusst sein, dass es völlig illusorisch ist, dort den erforderlichen Mindestabstand von anderthalb bis zwei Meter zu gewährleisten." Es könne nicht von Jugendlichen erwartet werden, sich nicht mehr in Gruppen zu treffen, und auf der anderen Seite solche Veranstaltungen durchgeführt werden.

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