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Mühlenbecker Land setzt auf neue Bänke

Eine der sechs neuen Sitzbänke im Mühlenbecker Land.
Eine der sechs neuen Sitzbänke im Mühlenbecker Land. © Foto: Verwaltung
Jürgen Liebezeit / 25.03.2020, 15:14 Uhr
Mühlenbecker Land (MOZ) In dieser Woche wurden im Mühlenbecker Land sechs neue Sitzbänke aufgestellt. Damit ist das erste Projekt aus dem Bürgerhaushalt 2019 umgesetzt, teilt Gemeindesprecherin Rita Ehrlich mit.

Gemeindearbeiter haben die Bänke am Friedhof in Schildow, im Fischerweg in Summt, in der Hermann-Grüneberg-Straße, vor der Kirche in Schönfließ, vor der Mönchmühle und an der Schönfließer Straße am Abzweig nach Bergfelde aufgebaut. "Weitere Sitzgelegenheiten folgen in den nächsten Wochen", informiert Rita Ehrlich.

Gleich zwei Einwohner hatten für den Bürgerhaushalt 2019 die Aufstellung von Bänken im Gemeindegebiet vorgeschlagen. "Wir haben eine wunderschöne Landschaft und man geht gern spazieren. Hier fällt immer wieder auf, dass es an tollen Stellen überhaupt keine Sitzbänke zum Verweilen gibt", so einer der beiden Mitbürger, die den Vorschlag dafür einbrachten.

Bei der Abstimmung über die zugelassenen Vorschläge im September 2019 wählten die Teilnehmer dann die "Sitzbänke zum Verweilen" mit einem Budget von insgesamt 4 400 Euro auf Platz zwei.

Bei der Bestellung wurde von der Verwaltung nach eigenen Angaben auf Nachhaltigkeit geachtet. "Die Bänke sind aus Kunststoff-Recycling-Material und unverrottbar. Vor Vandalismus schützt es sie natürlich nicht", schränkt Gudrun Engelke, die im Mühlenbecker Rathaus für den Bürgerhaushalt verantwortlich ist, ein.

Neue Ideen sind gefragt

Derzeit können für den Bürgerhaushalt 2020 neue Ideen eingereicht werden. Die Vorschlagsfrist endet am 15. April. Bisher jetzt sind schon elf Vorschläge für die nächste Runde auf der Internetseite der Gemeinde veröffentlicht.  So wünscht sich einer mehr Mülleimer im Gemeindegebiet. Ein anderer schlägt vor, an allen kommunalen Gebäuden Nistkästen anzubringen. Eine interessante Idee stammt schon aus dem vergangenen Jahr. Der Einreicher will Hass-Graffiti in positive Botschaften verwandeln. Ihn stören die Schriftzeichen der Berliner Jugendgruppe "Pure Hate", die sich auch mit P H abkürzt, im öffentlichen Raum. "Die dahinterstehende Gruppe sowie die Aussage selbst lassen sich, glaube ich, nicht mit den Werten und dem Selbstverständnis unserer Gemeinde vereinbaren. Deshalb mein Vorschlag: Engagieren Sie eine Graffitikünstler, der Stück für Stück das "Hate" ersetzt, gerne auch durch andere Worte, da sind Ihnen keine Grenzen gesetzt. Love (Liebe) ist hier nur ein Vorschlag. So kann man das gleiche Medium  für bessere Botschaften nutzen", begründet der Einreicher seine Idee. Er würde auch die von ihm entdeckten Zeichen auf Mauern und Schildern zuliefern. Hinter "Pure Hate", was immerhin so viel heißt wie "Purer Hass", verbirgt sich eine der bekanntesten Sprayer-Gruppen der Hauptstadt. Sie versieht hauptsächlich Züge in Berlin mit Graffiti, hinterlässt aber auch im Umland ihre Spuren.

Die Gemeinde Mühlenbecker Land stellt ein jedes Jahr 50 000 Euro für das Projekt zur Verfügung. Alle Einwohner ab 14 Jahre können Vorschläge einreichen, wie das Geld verwendet werden soll. Allerdings müssen einige Regeln beachtet werden. So darf ein Projekt, das der Allgemeinheit zu Gute kommen sowie im öffentlichen Raum wahrnehmbar sein soll, nicht mehr als 15 000 Euro kosten. Es muss auch in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinde passen. Vorschläge zu Maßnahmen, die auf Dauer angelegt sind und kontinuierliche Folgekosten nach sich ziehen oder hohe Unterhaltungskosten erfordern, wie zum Beispiel Mieten und Projekthonorare, können im Bürgerhaushalt nicht berücksichtigt werden.

Die Abstimmung über alle dann zugelassenen Vorschläge ist am 12. September wieder in der Historischen Mönchmühle vorgesehen.

Alle weiteren Informationen zu dem Prozedere beim Bürgerhaushalt gibt es auf der Homepage der Gemeinde: www.muehlenbecker-land.de/buergerhaushalt.

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